2. März 2011
Testbericht Makita Schwingschleifer BO4565
Wie ich ja schon Ende Januar geschrieben hatte, habe ich vom Werkzeug- und Maschinenhandel Meyer für unsere Renovierungsarbeiten die Schleifmaschine BO4565 der Firma Makita zum Testen zur Verfügung gestellt bekommen. Mittlerweile habe ich sie schon einige Male benutzt, und hier ist nun mein Testbericht:
Schon beim Auspacken fällt positiv auf, dass die BO4565 mit ihrem Gewicht von 1200 Gramm sehr leicht ist. Auch bei einer kleineren Handgröße wie meiner liegt sie gut in der Hand. Im Betrieb ist sie sehr vibrationsarm und laufruhig, so dass ich auch längere Zeit schleifen konnte, ohne völlig kribbelige Finger zu bekommen.
Sie hat zwei getrennte Schleifteller, vorne einen dreieckigen und hinten einen rechteckigen, auf die Klett-Schleifpapier aufgebracht wird. Der Hit ist, dass sich auf dem vorderen, dreieckigen Schleifteller sowohl oben als auch unten Schleifpapier anbringen lässt. Durch die geringe Höhe des Schleiftellers kann man dadurch auch in ganz engen Zwischenräumen schleifen. Hier auf dem Foto rechts ist eine unserer Türen zu sehen, die sich nicht aus ihren Halterungen nehmen lässt – wie sie eingebaut wurde, ist uns ziemlich schleierhaft, eigentlich kann das Haus nur um die Tür herumgebaut worden sein
. Jedenfalls ist es mit der Makita dank des vorderen Schleiftellers problemlos möglich, diese Türen (wir haben zwei davon) oben und unten abzuschleifen, so dass sie nicht mehr geräuschvoll in der Türfüllung schleifen.
Durch den vorderen dreieckigen Schleifteller lässt sich wunderbar in Ecken schleifen. Die alten Türen hier haben viele Verzierungen – mit vielen alten Lackschichten drauf. Die Entfernung dieser Lackschichten klappt mit der Makita sehr gut …
… und auch die schmalen Ritzen der Türverzierungen lassen sich gut vom alten Lack befreien, wenn man das Dreieck-Schleifpapier faltet und oben und unten auf dem Schleifteller anbringt, wie auf diesem und dem vorigen Foto zu sehen, und dann die Makita auf die Seite dreht und schleift.
Der Staub-Auffangbehälter, der bei der Makita dabei ist, verdient seinen Namen auch. Ich kenne Schleifmaschinen, die zwar auch einen Staubbehälter haben, aber trotzdem jede Menge abgeschliffenes in die Luft pusten – das hält sich bei der Makita sehr in Grenzen.
Die einzige Sache, die der Makita einen halben Minuspunkt einbringt, ist, dass sie nach meinem Geschmack für das Schleifen von großen Flächen etwas mehr Power als 200 Watt haben könnte. Daher werde ich für große Flächen weiterhin unseren Exzenterschleifer benutzen, der 270 Watt hat, und die Makita ist für alle feineren Schleifarbeiten, Ecken und Ritzen zuständig.
Alles in allem ist die Makita BO4565 ein Super Gerät, die ich für die Schleifarbeiten hier nicht mehr missen möchte. Ein herzliches Dankeschön nochmal an den netten Herrn Meyer vom Werkzeug- und Maschinenhandel Meyer dafür, dass er uns dieses Gerät zur Verfügung gestellt hat! Ich habe mich sehr darüber gefreut und teste bei Bedarf sehr gerne noch weitere Maschinen
1. März 2011
Waschmaschine und anderes
Heute haben wir eine Waschmaschine gekauft. Die, die wir in Frankfurt haben, ist an die 16 Jahre alt, funktioniert zwar noch, aber bei dem Alter ist es fraglich, wie lange noch. Letzte Woche waren wir in einem Elektromarkt in Lesparre und haben geschaut, was es dort so gibt. Sie hatten zufälligerweise zwei Waschmaschinen im Angebot, eine Bosch und eine Brandt – ein französisches Fabrikat. Wir haben uns dann für die Brandt entschieden, weil die sehr schnell schleudert und mehr Fassungsvermögen hat als die Bosch. Was ich übrigens sehr bemerkenswert fand, war dass in diesem Elektromarkt nur ältere Leute arbeiteten, nicht so wie in Frankfurt in den einschlägigen Märkten, wo das Alter der Angestellten im Schnitt um die 23 Jahre beträgt.
Zuerst gab es Probleme mit dem Wasserzulauf. Der dafür vorgesehene Wasserhahn war undicht, was wir bislang nicht bemerkt haben, da einfach eine Verschlusskappe draufgeschraubt war. Zwei Dichtungen saßen auf dem Hahn, die eine konnten wir durch eine aus unserem sehr, sehr reichhaltigen Vorrat ersetzen. Die andere (die rote) hat aber eine Größe, die vielleicht vor hundert Jahren mal gebräuchlich war, jedenfalls hatten wir keinen passenden Ersatz. Sie scheint aber noch benutzbar zu sein, deswegen haben wir sie nun erstmal drangelassen.
Neben dem Wasserzulauf befindet sich in dem alten Bad auch etwas, was irgendwann in der Vergangenheit mal als Wasserablauf für eine Waschmaschine gedient haben könnte. Es ist ein altes, ziemlich gammeliges, senkrechtes Rohr, knapp einen Meter hoch, aus dem es ziemlich heftig riecht, weshalb ich es mit einer Plastiktüte verschlossen und abgeklebt habe, und das unten in der Wand endet. Ob es da an ein Abwasserrohr angeschlossen ist oder ob es bei Benutzung einfach nur die Hauswände mit Wasser füllt, ist ungewiss. Deshalb haben wir uns entschlossen, dieses Rohr lieber nicht für den Wasserablauf der Waschmaschine zu benutzen, sondern wir werden den Ablaufschlauch einfach in die Badewanne ableiten – wir müssen ja nicht unbedingt gerade dann duschen, wenn die Waschmaschine läuft. Der Schlauch ist allerdings zu kurz, das heißt, dass wir eine Verlängerung brauchen, um die Maschine auszuprobieren. Die werden wir morgen aus Bordeaux mitbringen.
Das ist auch wieder so eine Sache, die ich mir vorher nicht hätte vorstellen können. Normalerweise kauft man eine Waschmaschine, schließt sie an einen Wasserzu- und -ablauf an und benutzt sie. Fertig. Aber in so einem alten Haus ist das halt etwas anders, da geht das nicht mal so eben. Ich erinnere mich noch sehr gut an unseren Aufenthalt hier im Oktober 2009, als wir hochgradig erfreut waren, als wir ans Stromnetz angeschlossen wurden und unser Kühlschrank und andere Elektrosachen funktionierten und wir Licht hatten, und als geklärt war, dass wir an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen waren und Wasser aus den Hähnen kam. Oder dann im darauffolgenden März, als wir Telefon und Internet bekommen haben. Das sind Normalitäten in Frankfurt, aber hier immer ein kleiner Schritt weiter.
Ach ja, bei unserem Aufenthalt hier im Oktober 2009 haben wir ja auch die Abwassergrube, die «fosse», leeren lassen. Der Typ, der das damals gemacht hatte, sagte, das sei nur einmal alle fünf Jahre notwendig. Ich vermute, er hat einfach vergessen, dazuzusagen «…wenn niemand aufs Klo geht». Denn heute habe ich Leo gedrängt, den schweren Deckel, der über der fosse ist, mal hochzuheben, um zu sehen, wie hoch das Abwasser darunter steht. Er hat ziemlich rumgemault und auch nochmal das mit den fünf Jahren betont. Aber was zeigte sich wohl, nachdem er dann doch den Deckel hochgewuchtet hat? Genau. Die Grube ist voll. Glücklicherweise dauert es nicht allzu lange, bis die zuständige Firma kommt um Abhilfe zu schaffen – am Donnerstag nachmittag wird jemand hier sein. Ob das der gleiche Typ ist wie im Oktober 2009? …
Das Paket mit dem Katzenfutter, das uns nicht zugestellt wurde, haben wir gestern in der Post in Pauillac abgeholt. Da wir schon einige Erfahrungen sammeln konnten, was das Nachweisen unserer Identität angeht, haben wir vorsichtshalber eine Stromrechnung mitgenommen und auch eine Heiratsurkunde – da ja das Paket an mich adressiert ist, aber die Stromrechnung auf Leos Namen läuft, dessen Nachname anders ist als meiner, und die Heiratsurkunde aber beweist, dass wir zusammengehören. Und das wegen eines Pakets Katzenfutter
. Die Dame auf der Post wollte aber tatsächlich nur meinen Personalausweis sehen, um mir das Futter auszuhändigen.
Morgen geht es in aller Frühe nach Bordeaux, dort haben wir um 10 Uhr einen Termin auf dem Generalkonsulat, um unser Auto abzumelden. Ich bin gespannt, was da so alles passiert.
27. Februar 2011
Erste Ernte, Baddämmung, mysteriöser Fund
Heute morgen hat Leo aus dem Garten ein erstes Frühlings-Zwiebelchen mitgebracht, das dann Teil unseres Rührei-Frühstücks werden durfte.
In dem Entlüftungshütchen auf dem Dach steckt nun ein Rohr, nachdem wir gestern im Baumarkt eine passende Halterung dafür gekauft haben. Anschließend haben wir mit der Dach-Dämmung im Bad weitergemacht, sind aber noch nicht ganz fertig, deshalb gibts davon jetzt noch kein Foto.
Außerdem haben wir ein Abwasserrohr vom oberen zum unteren Bad gelegt, dabei fiel ein alter, völlig vergilbter Zeitungsschnipsel aus der Decke. Ich habe ihn so gut es ging geglättet und versucht, irgendein Datum oder sonst etwas im Text zu finden, was auf das Alter der Zeitung schließen lässt, aber nichts gefunden, bis auf den Namen des Fotografen der SudOuest, der das Foto der «Collision spectaculaire» gemacht hat. Zu diesem Namen war aber auch nichts gescheites zu finden, außer dass er 1979 und 1984 irgendwelche Sportfotos gemacht hat.
26. Februar 2011
Kleiner Umzug und dies und das
Gestern haben wir die Vorhänge und Gardinen im neuen Zimmer angebracht. Die Vorhänge sind sehr schön, sie sind momentan nur so kartoffelsackmäßig unten zusammengebunden, weil ich sie erst waschen will, ehe ich sie kürze. Die Gardinen (die ich hier zum größten Teil hinter den Vorhängen versteckt habe) sind gewöhnungsbedürftig. Leo gefallen sie sehr gut, ich finde sie eher omahaft. Ich wollte gerne Gardinen haben, die wir aufziehen können, wenn die Balkontür geöffnet ist, damit nicht allzuviel Insekten reinkommen. Mal schauen, ob sie diesen Zweck erfüllen. Unser Bett haben wir jetzt in dieses Zimmer geschafft, und es schläft sich sehr gut in so einem neuen Raum, in dem nicht die Farbe von den Wänden blättert. Und morgens im Bett zu liegen und zu sehen, wie sich die Bäume im Garten im Wind wiegen, das hat was
Auf dem Foto ist auch unser kleiner Fernseher zu sehen, für den wir heute eine Zimmerantenne und einen DVB-T-Decoder gekauft haben. Leider funktioniert das nicht. Wir haben zwar über 70 % Signalstärke, aber die Signalqualität ist null, und es werden keine Sender gefunden. Warum ist das so? Recherchen im Internet haben bislang noch nichts gebracht, außer dass wir hier diverse Sender empfangen müssten.
Heute haben wir dann eine Arbeit mit höchster Prioritätsstufe erledigt
. Die Fenster hier im Haus haben, wie die meisten alten Häuser in Frankreich, innen keine Fensterbänke, da sie innen mit der Wand abschließen, und dafür logischerweise die Fensterbänke außen sehr tief sind, nämlich in Wandstärke. Das Fenster im Treppenhaus haben wir im letzten Jahr, als wir die neuen Fenster bekommen haben, nicht erneuern lassen, weil in einen der Fensterflügel die Katzenklappe eingebaut werden soll. Um durch diese Klappe komfortabel ein- und aussteigen zu können, geht es natürlich nicht, dass Lili und Brüno auf der schmalen Heizung herumbalancieren müssen, da muss schon eine ordentliche Fensterbank her. So etwas gibt es hier in Baumärkten nicht, weswegen wir in Frankfurt eine gekauft haben. Und die haben wir heute …
… angebracht! Die Katzen können auch darauf herumliegen und sich den Bauch wärmen, wie sie es in Frankfurt auf der Wohnzimmer-Fensterbank in der kalten Jahreszeit immer gerne machen. Also ich hoffe, sie wissen das zu schätzen! Das Auto müssen wir dann natürlich unbedingt weiter hinten parken, da Lili und Brüno sonst ja nicht richtig das Geschehen draußen beobachten können
Damit wir mehr Stauraum haben, hat Leo schonmal in unserem zukünftigen Arbeitszimmer ein Regal aufgebaut. Ich denke, dass wir nach dem Umzug auch einen Schreibtisch für einen Computer hineinstellen werden – es ist zwar noch nichts renoviert in dem Raum, aber für eine Übergangslösung geht das. Und wenn wir dann nach getaner Arbeit am Computer müde sind, können wir uns zur Entspannung einfach in die Badewanne legen, ohne dafür ins Bad gehen zu müssen …
Was gab’s sonst noch?
Heute haben wir außer dem nicht funktionierenden DVB-T-Kram noch jede Menge Setzkartoffeln gekauft, die dann nächste Woche in die Erde müssen.
Lili bekommt wegen ihres «nervösen» Magens immer eine spezielle Sorte Kekse (Trockenfutter), das im Internet bei zooplus.de recht günstig zu bestellen ist. Glücklicherweise gibt es diesen Versender auch hier in Frankreich, zooplus.fr. Das Angebot ist praktisch identisch mit dem deutschen, nur ein klein wenig teurer. Allerdings gibt es hier die Nervöser-Magen-Kekse gerade im Sonderangebot, mitsamt einer Spielzeugangel. Da wir ja noch bis Ende nächster Woche hier sind, habe ich das bestellt. Anders ist hier, dass es keine Lieferung auf Rechnung gibt, es muss vorher bezahlt werden. Das geht aber per Kreditkarte, PayPal oder Vorab-Überweisung, also kein Problem. Anders ist hier allerdings auch, dass der Paketdienst dieses Paket nicht bei Hausnummer 18 (unserer!) abliefert, wo den ganzen Tag jemand zu Hause ist, sondern stattdessen in einem der neugebauten Häuser mit der Nummer 18a eine Nachricht hinterlässt, dass versucht wurde, das Paket zuzustellen, und dieser Versuch nochmal am 28.02. stattfinden wird. Diesen Zettel brachte unser Nachbar heute morgen vorbei und sagte, wir sollten uns am Montag mal auf die Lauer legen, um den Paketboten zu erwischen. Als wir dann heute mittag vom Einkaufen wiederkamen, hatten wir einen Zettel im Briefkasten, wieder von dem Paketdienst. Herzlichen Glückwunsch, er hatte das richtige Haus gefunden! Jetzt war es aber wohl leid, denn auf dem Zettel stand nun, dass wir das Paket ab Montag bei der Post abholen sollen. Ich bin schon gespannt, was am Montag bei unserem Versuch, das Paket bei der Post abzuholen, passiert.
24. Februar 2011
Fortschritte
Gestern nachmittag haben wir in Gummistiefeln einen Rundgang über das Grundstück gemacht (ja, lieber kleiner Bruder, auch ich bin jetzt so eine, die in Gummistiefeln über den Hof stapft
). Dieses Foto entstand vom hinteren Grundstücksende; zu dieser Jahreszeit, wenn die Bäume vorm Haus noch keine Blätter haben, kann man das Haus wenigstens sehen. Und wenn man ganz genau hinschaut, sieht man auch all die neugepflanzten Bäume. Wie auf dem Foto zu sehen, ist es ziemlich bedeckt, aber die Temperaturen sind so zwischen 10 und 15 Grad, also nicht wie im eisigen Frankfurt.
Leo war heute morgen mit dem Trafic zur Contrôle technique und kam mit dieser wunderschönen Plakette an der Windschutzscheibe wieder
. Vermutlich können Franzosen unsere Verzückung über diese Plakette nicht nachvollziehen, in Deutschland freut sich ja wahrscheinlich auch niemand so sehr über eine TÜV-Plakette. Aber für uns ist das halt ein kleiner Schritt weiter in unser zukünftiges Leben.
Ganz problemlos war die Sache allerdings nicht, da die Fahrgestellnummer im Fahrzeugschein nicht genau übereinstimmte mit der im Fahrzeugbrief, es ist im Schein eine Ziffer hineingerutscht, die im Brief nicht steht. Also ein Fehler der Stadtverwaltung Frankfurt? Kann das sein? Jedenfalls haben wir die Plakette trotzdem bekommen.
Leo hat bis in die Abendstunden hinein die Randleisten passend zum Laminat angebracht, jetzt ist der Raum fußbodentechnisch fertig! Und morgen… das verrate ich jetzt noch nicht.
Ich habe derweil die Wohnzimmertür abgeschliffen und gestrichen. Zu dem Abschleifen und dem Schleifgerät schreibe ich demnächst noch was. Eigentlich hatte ich das Schleifen draußen machen wollen, aber es nieselte ab und zu ein wenig, daher habe ich das Schlafzimmer kurzerhand zur Werkstatt umfunktioniert. Eigentlich macht man sowas ja nicht im Schlafzimmer, aber da ist es momentan sowieso so unaufgeräumt
Die Narzissen haben ihre Blüten zum Teil schon ausgefaltet, jeden Tag sind sie ein bißchen weiter. Frühling!
