6. August 2010
Keine Zeit
Hier ist so viel los und zu tun, dass es Tage gibt, an denen ich teilweise noch nicht mal dazu komme, den Computer überhaupt einzuschalten. Und wer mich kennt, weiß, dass das was zu bedeuten hat.
Seit Sonntag ist Stefan hier, so dass wir zwei Tage lang zu zehnt waren. Am Dienstag sind dann Silke und Zakk leider wieder gefahren
.
Und jetzt ist Arbeit angesagt, bis morgen abend müssen die Heizungen und das Balkongeländer fertig gestrichen werden. Wenn wir wieder in Frankfurt sind, gibt es viele, viele Fotos, vorher werde ich nicht dazu kommen.
31. Juli 2010
Tag 9 bis 13
Heute auch nur kurz ein paar Fotos:
Dienstag abend kam mein Töchterlein mit 5 Freunden/Freundinnen in Bordeaux an, wo wir sie vom Bahnhof abgeholt haben. Neun Leute und ein Hund sowie Gepäck von 6 Leuten und noch die Farbeimer aus dem Baumarkt, in dem wir vorher noch waren, passen problemlos in einen Trafic
Am nächsten Tag ging es dann los. Die abmontierten Heizungen wurden gereinigt und müssen jetzt noch gestrichen werden …
… das Balkongeländer haben wir mit vereinten Kräften vor das Haus geschleppt, wo es nun abgeschliffen wird …
… hier wird es gerade abgeschliffen, im Hintergrund werden die Heizungen bearbeitet und die Anleitung zum Aufbau der Wäschespinne studiert (die daraufhin fachgerecht einbetoniert wurde) …
… der sich dann stundenlang gnadenlos über das Gelände hergemacht hat …
… ein Fahrrad ist repariert worden und ist nun wieder fahrtüchtig …
… und abends gibt es zur Belohnung gutes Essen.
Die Verlegung der Elektrik schreitet voran.
Und Zakk hat einen Igel gefunden, der aber nicht mit ihm spielen wollte.
Es ist wirklich toll, wenn so viele Leute anpacken, passiert einfach sehr schnell sehr viel. Und es ist sehr schön, das Haus so voll zu haben. Also falls jemand diesen Sommer noch ein Zimmer bei uns haben will – tut mir leid, nous sommes complet
Mittlerweile ist zwar schon Tag 14, aber das war’s jetzt erst mal für heute.
25. Juli 2010
Tag 5 bis 8
Ich komme kaum noch dazu, hier mal wieder was aktuelles hinzuschreiben, daher jetzt ungeordnet und in Kurzform:
Hier ist erstmal der arme Daumen.
Donnerstag ist meine Freundin Silke eingetroffen, die knapp 2 Wochen bei uns bleibt, mitsamt ihrem lieben Hund.
Dieses merkwürdige Tier, mindestens 10 cm lang, saß an unserer Haustür.
Silke ist völlig fleißig. Zwei mal war sie schon mit der Motorsense unterwegs …
… hat eine Bank zusammengebaut und gestrichen und einen Tisch gestrichen. Außerdem erledigt sie ständig den Abwasch.
Leo hat den ersten Raum mit einer neuen Stromleitung versorgt.
Ich bin dabei, oben die Balkontüren zu bearbeiten. Damit das Gerüst nicht immer auseinandergebaut werden muss, um von einem Raum zum anderen zu gelangen (es ist zu breit für die Zimmertüren), tragen wir es über den geländernlosen Balkon. Irgendwann legt sich die Höhenangst.
So sieht die Front momentan aus: die linke Tür nur vorgestrichen, die rechte bereits blau.
Heute hat Zakk einen Pool bekommen, der aber nicht allzu lange gehalten hat.
Dann haben wir ein Apfelbäumchen gepflanzt, das Silke mitgebracht hatte. Anhand des Fotos könnte man meinen, dass ich die ganze Arbeit gemacht habe, tatsächlich hat aber Leo in mühseliger Arbeit erst das Unkraut beseitigt und dann ein Loch gegraben, meine Aktivität beschränkte sich darin, den Baum vom Topf in das Loch zu setzen.
Anschließend sind wir ans Meer gefahren, an einen Strand, der zwar nicht direkt von einem Parkplatz erreichbar ist, sondern zu dem man ein paar Schritte laufen muss, aber an dem Hunde erlaubt sind. Und der Hund hat es absolut genossen – wir übrigens auch. Der Strand war trotz Hochsaison fast menschenleer, es war sehr schön, zwar ein wenig bedeckt, dadurch aber nicht so knallig heiß.
21. Juli 2010
Tag 4
Heute wollten wir eigentlich jede Menge schaffen, haben dann aber ganz was anderes gemacht, nämlich 4 Stunden im Krankenhaus von Lesparre zugebracht. Leo hat sich beim Sägen mit der Kreissäge ein Stück vom Daumen abgehobelt. Er ist soweit ok, es tut halt weh, er hat einen dicken Verband um den Daumen und ärgert sich fürchterlich über sich selbst, dass ihm das passiert ist.
20. Juli 2010
Tag zwei und drei
Gestern früh stand – wie im Mai vereinbart – Monsieur Renaud, der Installateur, auf der Matte, um mit Leo zusammen die Heizkörper abzumontieren. Dazu musste erst das Wasser aus der Heizungsanlage abgelassen werden. Beim Abmontieren der Heizkörper floss dann jede Menge schwarze Brühe auf den Boden, woraufhin M. Renaud sagte, dass er mal wieder eine Schweinerei, «une cochonnerie» hinterlässt. Aber das kennen wir von ihm schon, es ist jedesmal irgendwo eine cochonnerie, wenn er hier ist, daher stand ich mit dem Putzeimer bereit
. Hier auf dem Bild haben sie mit vereinten Kräften versucht, ein Winkelstück abzuschrauben.
Nun stehen draußen überall Heizkörper herum und warten darauf, von den Besuchern, die nächste Woche zum Arbeitsurlaub kommen, neu gestrichen zu werden. Als er dann gegen 14 Uhr fertig war, haben wir erstmal ge«früh»stückt und sind dann einkaufen gefahren. Abends kam der Schreiner, der uns die Fenster eingebaut hat, um zu hören, ob wir zufrieden sind und um die Rechnung zu bringen. Er freute sich, dass wir sehr zufrieden sind, und auf meine Frage, ob er was zu trinken will, wollte er ein Bier. Er blieb dann eine Dreiviertelstunde bei uns und hat uns mit Informationen über alles mögliche versorgt. Ich finde das sehr schön, wie freundlich und offen hier viele Leute sind.
Hier sieht man die Frontseite des Hauses mit den neuen Balkontüren – noch sind sie braun.
Für das Bad unten, das wir momentan nutzen bis unseres oben fertig ist, hatte ich bei ebay einen total billigen Duschvorhang (2,90 €) ergattert. Wir waren höchst gespannt, ob so etwas tatsächlich was taugt. Also er erfüllt seinen Zweck, aber länger als die drei Wochen, die er halten muss, wird er das wahrscheinlich auch nicht tun.
Heute habe ich angefangen, den alten Lack von den stehengebliebenen Rahmen der Balkontüren abzuschleifen und die Fenster abzukleben, damit ich die Türen streichen kann. Zuerst habe ich einen Dreieckschleifer benutzt, der aber überhaupt nichts abgeschliffen hat, deshalb habe ich den Excenterschleifer genommen, und damit ging es dann gut. Restlos alles ist zwar nicht ab, und ein schmaler eingelassener Streifen ist noch da, an den ich wohl mit einem Schleifklotz gehen muss, aber ich bin guter Dinge, dass die Farbe halten wird. Mit den paar Schleifscheiben, die ich hatte, bin ich allerdings nicht weit gekommen, weswegen ich mittags nach Lesparre zum Baumarkt gefahren bin, um Nachschub zu holen. Als ich aus dem Baumarkt wieder rauskam, sah ich, dass etwas unten aus dem Trafic tropfte und sich bereits eine Lache gebildet hatte. Ich habe ihn ein wenig zurückgesetzt und dann nachgeschaut, was da auf der Erde war: eindeutig Wasser. Panik
! Ein paar Meter weiter ist eine Renault-Werkstatt, dort bin ich hingefahren und habe einem etwas mürrischen Herrn mein Problem erzählt, aber er sagte nur «Mais c’est normal, c’est la clim», also es ist normal und die Klimaanlage. Da war ich beruhigt. Mir war das bislang noch nie aufgefallen, dass die tropft.
Leo hat derweil die neue Motorsense zusammengebaut und ausprobiert. Ausprobiert ist allerdings etwas untertrieben, er hat über mehrere Stunden mit dem Teil mehrere hundert Quadratmeter gemäht. Nachdem es endlich funktionierte
Und zum Schluss hat er noch die Gartendusche installiert, so dass einer spontanen Abkühlung nichts mehr im Wege steht.
Das Wetter hier ist übrigens sehr angenehm. Tagsüber ist es ordentlich heiß, im Haus ist es aber immer wunderbar kühl, und abends kühlt es draußen ab und es weht ein laues Lüftchen, so dass es nicht so fürchterlich stickig ist wie in Frankfurt. Jetzt wird es dunkel, die Grillen zirpen und die Bäume rascheln im Wind. Einfach wunderschön ist es hier – manchmal kann ich unser Glück gar nicht fassen

