Wieder zu viert

Gestern nachmittag um viertel vor drei kam Leo wieder nach Hause, nach fast 22 Stunden Fahrt.

Als ich abends die Fotos von dem Chaos in unserer Frankfurter Bleibe gesehen hatte, war ich fast froh, dass ich bei der Beseitigung nicht dabei sein musste. Wir hatten beide vorher nicht so wirklich eingeschätzt, wieviel Krempel dort noch überall rumlag.

Saubergemacht hat er auch noch heftigst.

Das Auto und der Anhänger waren so dermaßen vollgepackt, dass wirklich kein bißchen Luft mehr zwischen der Ladung war. Zumindest beim Auspacken konnte ich dann meinen Teil dazutun.

Heute morgen war dann der große Moment für Lili und Brüno: die Haustür öffnete sich, und sie durften die neue Umgebung erkunden. Es war höchste Zeit, denn sie haben im Haus schon ziemliche Randale gemacht. Sie sind es ja nicht gewohnt, so lange nicht rauszudürfen.

Die Bäume wurden ausführlichst bekratzt …

… und beklettert.

Die beiden fanden es sehr toll, durch das urwaldhohe Gras zu springen.

Als sie dann herausgefunden hatten, dass man nicht nur durch die Haustür, sondern auch durch das Küchenfenster rein und raus kann, haben sie das weidlich ausgenutzt.

Unser Grundstück ist an beiden Seiten des Hauses zur Straße hin offen. Irgendwann werden wir dort eine Mauer mit einem Tor bzw. eine Toreinfahrt hinbauen, aber momentan ist da noch nichts. Damit die Katzen auf der einen Seite nicht gleich auf die Straße rennen, hat Leo zwei der Verschläge, die früher vor den Türen bzw. Fenstern waren, provisorisch dort als eine Art Zaun angebracht. Mit dem Effekt, dass während er das dorthinbaute, Brüno an ihm vorbei auf den Zaun hüpfte, dann auf die Straße sprang und dort spazierenging. Also genau das tat, was wir eigentlich vermeiden wollten. Aber er kam auch wieder zurück. Auf der Straße ist ja sehr wenig los, und wir hoffen, dass den beiden dort nichts passiert.

In der Garage hat Brüno sich als Staubwedel betätigt.

Nach all der Aufregung hat Lili sich entspannt, indem sie sich ordentlich in der Erde herumgewälzt hat …

… und Kater und Herrchen haben ein Nickerchen gehalten.

Leo hat anschließend den Anhänger ausgeräumt, der genauso vollgepackt war wie das Auto, und ich habe versucht, die Küche wieder begehbar zu machen.

Dann hat Leo noch auf den Gärbehälter in der Chai (den wir wohl nie als Gärbehälter nutzen, sondern irgendwann abreißen werden) ein paar Platten gelegt, und wir haben einige Sachen dort hochgeschafft, um unten mehr Platz für unseren ganzen Krempel zu haben.

Hier treiben sich Vögel rum, die ich in Frankfurt nie gesehen habe. Vorgestern morgen hat ein Wiedehopf unseren Garten mit seinem langen Schnabel vertikutiert, und nun hört man ihn auch ständig. Er klingt ein wenig wie ein elektronischer Wecker – wer so ein Wiedehopf-Geräusch nicht kennt, hier kann man sich das anhören.

Kommentare (4)

  1. Jetzt seid Ihr schon seit zwei Wochen “ausgewandert” und doch erst jetzt komplett. Kein Alltagstrott mehr, kein Praxisalltag mehr, jetzt geht´s erst richtig los, hach wie beneidenswert. Und für die Katzen ist das ja wohl ein Eins-A-Jagd-Paradies.
    So, und setze mich jetzt erst mal zum Frühstücken raus auf meinen kleinen Balkon, denn wenigstens scheint hier die Sonne auch so schön wie bei Euch :hi:

    Liebe Grüße, Dorit

  2. Herzlichen Glückwunsch zum Start ins neuen Leben!

    Vor ein paar Wochen bin ich in Euren Blog gestolpert und habe ihn in einem Rutsch durchgelesen wie ein spannendes Buch (erinnert ein bisschen an Peter Mayle, nur live und in Farbe ;-) )

    Das ist ja das, was frau sich selber wünscht: nicht nur träumen, sondern unmsetzen… Ich übe noch…

    Fröhliche Ostern und gutes Einleben,
    Christiane

  3. Hallo Christiane und herzlich Willkommen hier :hi:
    Danke für die Glückwünsche! Es freut uns sehr, wenn sich mal jemand unserer anonymen Mitleser outet.
    Viel Glück bei der Umsetzung des Traums – es funktioniert, wir sind ein lebendes Beispiel :yes:

    Ebenso frohe Ostern!

  4. Liebe Barbara,
    ich wünsche euch allen zusammen Frohe Ostern! Und gutes Wetter! ich seh bei dir Wolken??? Wir haben heute in Frankfurt ungelogen 32°C und pralle Sonne – mir persönlich schon zu viel des Guten. Aber ich muss ja nichts Dringendes erledigen – also Liegestuhl und Garten!
    Liebe Grüße
    Elke

Kommentare sind geschlossen.