Gaston

Eigentlich wollten wir ja warten, bis wir alles fertig renoviert haben – andererseits dauert das alles viel länger als gedacht, und so hätten wir ja noch ewig warten müssen.
Eigentlich fanden wir den Zeitpunkt grad nicht so passend, da Ende Dezember wieder Besuch kommt – andererseits haben wir sowieso ständig Besuch, also ist das auch egal.
Eigentlich sollte es ja ein schwarzer Labrador werden, aber dann wollte es der Zufall, dass ich am 26. November bei der Tierärztin war, um für Brüno und Jacques was abzuholen, und da sah ich am schwarzen Brett diesen Zettel. Das ist ein Zeichen, dachte ich. Vier Welpen abzugeben. Mit niedlichem Foto. (Welcher Welpe ist nicht niedlich?) Zuhause habe ich Leo davon erzählt. Wir haben hin- und herüberlegt und uns schließlich entschlossen, die Welpen anzuschauen. Das war bereits zwei Tage später möglich. Sie wohnten mitsamt ihrer Mutter bei einem Weinbauern eine halbe Stunde von uns entfernt. Als wir sie sahen, war ja klar, dass wir nicht mehr nein sagen konnten. Zwei von ihnen waren bereits vergeben, und von den anderen zweien rannte einer gleich auf Leo zu. Das war natürlich auch ein Zeichen. Eine Woche später sind wir nochmal hingefahren und haben eine Stunde lang erlebt, wie nervenaufreibend ein Rudel von vier Welpen sein kann. Und wie süß. In den nächsten Tagen haben wir jede Menge Sachen gekauft bzw. per Internet bestellt. Was man halt so alles braucht, Körbchen, Leinen, Spielzeug, Futter etc. Über einen Namen waren wir uns auch schnell einig: Gaston sollte er heißen. Als feststand, dass wir Gaston zu uns nehmen, haben wir sämtliche schlauen Hundeerziehungsbücher hervorgekramt und gelesen, die wir ja schon seit Jahren hatten, und dabei festgestellt, das zum Teil in einem Buch das genaue Gegenteil von dem zu lesen ist, was im nächsten Buch steht. Einiges aus den Büchern werden wir nun versuchen, umzusetzen, und ansonsten werden wir unseren gesunden Menschen- bzw. Hundeverstand bemühen, um ihn zu einem netten Hund zu erziehen.

Das Körbchen wird von Jacques probegelegenJacques hat das neue Körbchen längere Zeit probegelegen und für gut befunden.

Gastons erste AutofahrtGestern haben wir Gaston dann abgeholt. Er hat nur ein bißchen gejammert während der Fahrt. (Und ich schaue nicht grimmig, sondern konzentriert, weil ich versuche, die Kamera so zu halten, dass wir alle auf dem Bild sind.)

Gaston mit BallEr ist (natürlich) sehr verspielt, manchmal rennt er wie ein Wilder mit einem Spielzeug im Maul von einem Zimmer ins andere und wieder zurück. Stundenlang.

Gaston ist müdeEr schläft (natürlich) auch sehr viel …

Jacques beobachtet den neuen Mitbewohner… und wird dabei lange von Jacques beobachtet. Jacques zeigt sich sowieso mehr interessiert an Gaston als Brüno – Brüno verzieht sich lieber irgendwohin, wo er seine Ruhe hat. (Ins Bett z.B.)

Gute NachtGaston darf auch mit aufs Sofa. Erst hat er mir die Füße gewärmt, dann Leo ins Ohr geschnarcht.

Die erste Nacht war viel erträglicher, als ich erwartet hatte. Leo war vor dem Schlafengehen noch einmal mit Gaston draußen. Als wir dann im Bett waren, hat Gaston ganz kurz ein wenig gejammert und dann bis sechs Uhr morgens durchgeschlafen. Nachdem ich dann mit ihm draußen war, hat er glatt nochmal eineinhalb Stunden gepennt. So kann es bleiben.

Nachtrag, ganz vergessen: er ist ein Mischling, Mutter Border-Collie, Vater Labrador. Etwas mehr als acht Wochen alt.

Kommentare (10)

  1. Was für ein süüüßer kleiner Fratz! Vielleicht findet Jacques in Gaston ja die lang ersehnte Verstärkung ;-)
    Sieht ganz danach aus, als wenn der kleine Gaston den Laden ganz schön aufmischen wird, da wird´s nix mit ruhigen Feiertagen!

    Ich freu mich schon auf die nächsten Posts über ihn und ich freu mich auch für Euch, daß Ihr jetzt endlich auch einen Hund dazu bekommen habt. Das wird bestimmt witzig, zuzuschauen wie sich Hund und Kater miteinander benehmen :-)

    Liebe Grüße,

    Dorit

  2. Hallo Barbara,
    was für ein niedlicher Fratz. Mensch, ist der toll. Man sieht ihm die Lebensfreude an. Wünsche euch viele wunderschöne Stunden mit Gaston. Hunderatgeber !!!??? vergiß sie, mache es genauso wie es dir dein Verstand sagt. Ist wie mit allen Ratgebern – man musss auf jedes Tier und seinen Charakter eingehen. Viel Spaß!!!
    LG Andrea

  3. Herzlichen Glückwunsch, so ein niedlicher Kerl ! Fast wie meine Adele, die hat weniger weiss an den Füssen :) Mein Rat : Gummistiefel in Sicherheit bringen, die durften wir anschliessend komplett ersetzen … Und ein Buchtipp : Das andere Ende der Leine, Autorin habbich nicht parat. Hätte ich das “damals” auch gehabt. Mit gesundem Menschenverstand, etwas Forum und “nichtzusehrvermenschlichen” wird das schon.
    Viel Spass :hi:

  4. Hallo Regina, danke für die Glückwünsche! Gummistiefel stehen sowieso in der Garage, das Buch haben wir schon :-)
    Liebe Grüße!

  5. Cute puppy Barbara. When will you be getting some pigs? You have plenty of space for them. Happy New Year!

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