Eine Montagsfrage über Jugenderinnerungen

In dieser Woche möchte ich gerne wieder meinen Senf beitragen zu Joëls aktueller Montagsfrage, die lautet:

Was war dein liebstes oder schönstes Ausflug- / Reiseziel als Kind / Jugendliche?

Das waren ganz klar die beiden Sommerferien-Jugendlager in dem kleinen Örtchen Bruchhausen im Sauerland. Ich war 14 bzw. im Jahr darauf dann 15, und es waren die ersten Urlaube ohne meine Eltern und mit meiner Freundin. (Deren Eltern allerdings als Sanitäter dabeiwaren – ich weiß nicht, ob ich sonst mitgedurft hätte.) Die Jugendlager waren organisiert worden vom deutsch-französischen Jugendwerk des Bundeswehr-Sozialwerks, das heißt, es waren auch französische Jugendliche dabei. Diese beiden Ferienlager waren wohl der Anfang meiner Frankophilie :-) Wir hausten dort in der Schützenhalle – in einem Fotoalbum habe ich das ordentlich festgehalten:

Das Haflingergestüt spielte auch eine große Rolle in dem Urlaub, denn wer wollte, konnte an diversen Haflinger-Ausritten in den Wäldern teilnehmen. Klar wollten wir das, denn wir waren damals pferdeverrückt, und diese Ausritte waren so viel besser als der dröge Reitunterricht im Reitverein.

Das Mobiliar war von der der Bundeswehr in die Bruchhauser Schützenhalle geschafft worden, doppelstöckige Betten, Schränke, Tische, Sitzbänke u.a. Auf der Wiese hinter der Schützenhalle waren Zelte aufgebaut worden, in denen die Betreuerinnen und Betreuer schliefen. Die Köche waren ebenfalls von der Bundeswehr, und ein paar Soldaten waren auch ständig da. Einmal fand ein französischer Abend statt, an dem wir uns verkleiden sollten, und ich habe einem Soldaten seine Uniform abgeschwatzt:

Damals fand ich sowas komisch. Ohne Uniform sah ich zu der Zeit aus wie die oben rechts auf dem Foto hier drunter, und meine Freundin wie die unten rechts, die Coole in schwarz (ich vermute mal, das ist ok, liebe Dorit):

Und sogar die Bruchhauser Steine sind auf dem Foto.

Es gab jede Menge Aktivitäten: Disco-Abende mit Klammerblues und natürlich auch französischer Musik, die ich bis dahin nicht kannte. Abendliche Lagerfeuer. Eine Fahrt ins Safariland Stukenbrock. Eine Wanderrallye über 30 KM. Freibad-Besuche mit anschließendem Sonnenbrand. Und ich weiß gar nicht mehr, was noch alles. Sehr gruselig fand ich das Anfertigen von Gesichtsmasken mit Gips. Wer so eine Maske von sich selbst haben wollte, bekam Strohhalme in die Nase und Gips ins Gesicht und musste dann ewig lange herumliegen und konnte nur durch die Strohhalme atmen. Horror! Naturlich wollte ich unter diesen Bedingungen keine haben. Und diesen grausligen Tee mit Zitronengeschmack, den es morgens und abends gab, an den erinnere ich mich auch noch mit Schütteln. Aber davon abgesehen waren das wirklich die schönsten Urlaube in meiner Jugendzeit.

Kommentare (4)

  1. WAAAAAA!!!! :hi: :yes: ;-)

    Und ob das ok ist, liebe Barbara :heart: :heart:
    Und DAAANKÖÖÖÖÖ für die “Coole in schwarz” :blush: :unsure:

    Was für geile Erinnerungen da wach werden und ich finde es meeega, daß diese Erinnerungen bei Dir so nachhaltig sind. Vieles verschwimmt ja mit der Zeit … Du meine Güte, was waren wir JUNG :rolleyes:

    DANKE für die tollen Bilder und Erinnerungen hier :knutsch: :knutsch:

    • Naja, so richtig viel weiß ich ja auch nicht mehr – wir sind halt wirklich ein paar Jahre älter :knutsch:

  2. Wenn du magst lasse ich dir was von diesem Zitronentee zukommen 😜

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