Marktbesuch

Markt in SalaunesAm letzten Wochenende war in Salaunes, ca. 35 km entfernt von uns, ein jährlich stattfindender Markt, eine «foire du terroir». Dort waren wir am Sonntag. Es war zwar keine Riesen-Veranstaltung, aber sehr schön.

HerculeEs gab eine Geflügelausstellung, bei der dieser monsterhaft große Hahn namens Hercule frei herumlaufen durfte und ganz furchtlos und zutraulich war. Eine kleine, schwarze Hühnerrasse namens «Caussade» war dort in einem Käfig zu sehen, die uns sehr gut gefallen hat. Hätten wir bereits einen Hühnerstall, hätten wir sie wahrscheinlich spontan mitgenommen :m-roll:

EselEsel. Der linke erinnert mich an irgendjemand. An wen nur?

Alte TreckerDiverse antiquarische Landmaschinen wurden dort ausgestellt, unter anderem diese Trecker. Wenn man genau hinschaut, kann man lesen, dass der dritte von links ein «Porsche Diesel Junior» ist.

KettensägenmassakerEin Mann hat merkwürdige Sachen mit seiner Kettensäge gemacht.

Dressur-VorführungFünf Mädels haben zu lauter Musik eine Pferdedressur vorgeführt, bei der sich zwar nicht alle Pferde so benahmen, wie sie sollten, aber es war trotzdem sehr süß.

Hunde-VorführungLange Zeit haben wir bei den Vorführungen einer Hundeschule verbracht. Es war ziemlich beeindruckend, wie diese Hunde, ob winzig klein oder ziemlich groß, gehorchten.

Hütehund-VorführungBesonders faszienierend war dieser rote Border-Collie, der zeigte, wie gut er eine Herde Enten hüten kann.

Wein und HimmelDer Himmel über einem Weinfeld am Sonntag auf dem Rückweg. Die Weinernte ist übrigens inzwischen so gut wie vorbei. Ein paar Tage lang waren die Ernte-Traktoren von ganz früh morgens bis spät abends zu hören, mittlerweile ist um uns herum alles abgeerntet.

Herbst?

HerbstlichesSo richtig lässt der Herbst sich noch nicht blicken. Letzte Woche hatten wir immer Temperaturen um die 30 Grad. Seit gestern regnet es nun ab und zu ein wenig, ist aber immer noch schön warm. Zumindest das Gemüse ist, wie man sieht, schon herbstlich.
Wir sind wieder ohne Besuch, der nächste kommt in drei Wochen. Während der Besuchszeit waren wir viel unterwegs:

Phare de RichardZum Beispiel waren wir beim Phare de Richard, einem alten Leuchtturm im Norden des Médoc. Dieses Mal sind wir auch die steilen Stufen hochgeklettert.

Blick vom Phare de RichardDer Blick ist toll von da oben, aber mir war nicht allzu wohl auf dieser winzigen, engen Plattform.

Site Archéologique de BrionEigentlich hatten wir uns einen großen Bauernhof anschauen wollen, auf dem Unmengen unterschiedlicher Gemüse angebaut und viele Tiere gehalten werden. Dieser Bauernhof ist (laut Internetseite) für einige Monate im Jahr für Besucher zugänglich. Wir haben ihn auch gefunden, allerdings sah er nicht so aus, als ob er in der letzten Zeit bewohnt gewesen wäre, von Gemüse war nichts zu sehen. Nur hohes Unkraut, und Tiere gab es nur in Form eines Pferdes und eines Esels.
Wir sind dann zufällig bei einer historischen Ausgrabungsstätte gelandet, der «Site Archéologique de Brion». War auch ganz interessant anzuschauen, und sehr gut geeignet für einen schönen Spaziergang.

EntwässerungsgrabenZwischendurch hatten wir gemeinsam mit dem Nachbarn, der sich ein Loch für einen Teich ausheben wollte, einen Bagger gemietet. Wir wollten keinen Teich, sondern einen Graben an der Grundstücksgrenze. Unser Garten ist leicht abschüssig und liegt tiefer als das Nachbarsgrundstück. Wir hoffen, dass nun in Zukunft bei viel Regen das Wasser in den Graben fließt und das Gelände nicht mehr so nass ist wie vorher.

EierfundAls Leo dort, wo der Graben hinsollte, den Weg mit der Motorsense freigemacht hat, hat er das Eierdepot gefunden, das die zwei Nachbarshühner angelegt haben, die jeden Tag über den Zaun zu uns kommen. Es war unter einem Sanddornstrauch. Jetzt, da es nicht mehr im Schutz des hohen Grases ist, sind dort keine neuen Eier mehr zu finden – die beiden haben sich wohl einen neuen Legeort gesucht. Also können wir weitersuchen.

Strand von SoulacDer Strand von Soulac, der vor drei Wochen noch übervölkert war.

Lac d'Hourtin et de CarcansBlick auf den Lac d’Hourtin et de Carcans und auf dieses wunderschöne Pampasgras, das hier momentan überall zu sehen ist, und das wir uns nun auch bestellt haben, um es in den Garten zu pflanzen.

Hm.An diesem See hängt auch eine Preisliste für einen Berechtigungsschein zum Fischen von Zandern. Der kostet 84 € für Volljährige, 20 € für Minderjährige, 36 € für die Urlaubsszeit und 30 € für Frauen :m-shock:. Nur gut, dass das Zanderfischen dort inzwischen sowieso verboten ist – wegen Verunreinigung mit Quecksilber :m-kotz:

Zwiebeln und KnoblauchAußerdem waren wir auf der Foire de la Sainte-Croix, einem Zwiebel- und Knoblauchmarkt in dem Örtchen Sainte-Hélène, ca. 35 KM von uns entfernt. Außer Zwiebeln und Knoblauch gab es dort noch …

Alles Käse… riesige Käse, und total leckeren, grünen Basilikum-Pesto-Käse …

Macarons… Macarons in sämtlichen Geschmacksrichtungen …

Kitsch… viel Kitsch, sowie die üblichen Klamotten-, Schmuck-, Tischdecken- und Taschenstände. Und Hühner, Enten, Perlhühner und Karnickel. Und anderes. Ein schöner Markt, und bei dem schönen Wetter machte es besonders Spaß.

Bordeaux im RegenWeniger schön war das Wetter an dem Tag, als wir in Bordeaux waren, genauer gesagt hat es fast die ganze Zeit geregnet.

Laut klopfen.Laut klopfen.

Schlecht geparktSchlecht geparktes Fahrzeug in einem Parkhaus in Bordeaux.

BaustelleUnd außerdem freuen wir uns auf den «giratoire», den Kreisverkehr, der gerade an der Ausfahrt nach Cissac der Hauptstraße nach Bordeaux gebaut wird und dafür sorgen wird, dass man nicht stundenlang warten muss, bis eine Lücke im Verkehr ist und man endlich auf diese Hauptstraße einbiegen kann. Angekündigt war er ja eigentlich schon für das Frühjahr. Aber – man sollte nichts überstürzen.

Urlaubszeit

Nein, nicht wir haben Urlaub, sondern wir haben Urlauber, seit letztem Dienstag bis Ende September. Daher machen wir gerade wieder viel Strandbesuche, Marktbesuche, Sehenswürdigkeiten-Besuche etc., weswegen der Blog hier zur Zeit ein wenig von mir vernachlässigt wird. Ein paar schnelle Fotos könnte ich bieten:

Unsere erste WassermeloneUnsere erste eigene Wassermelone!! Sehr lecker!!

Carcans PlageCarcans Plage, 4. September. Stundenlang den Wellen zuschauen, irgendwann mit Sonnenschirm und Stühlen ein paar Meter vor ihnen zurück fliehen.

An der GirondeAn der Gironde, 6. September. Nicht mehr ganz so heiß.

Beim Marathon du MédocGestern fand wieder der Marathon du Médoc statt. Dieses Mal war der Himmel sehr bedeckt, was die Läufer bestimmt erfreut hat. Dieser Marathon ist ja kein «normaler», sondern er steht jedes Jahr unter einem Motto, zu dem die Läufer eine passende Verkleidung tragen sollten («Science Fiction» in diesem Jahr). Nicht alle Läufer machen das, manche sehen den Lauf nur als sportlichen Wettbewerb an. Die anderen, die irgendwie verkleidet sind und den Lauf nicht so «bierernst» nehmen, sind auch nicht abgeneigt, sich an einem der Stände, die es an fast jedem Château an der Strecke gibt …

Beim Marathon du Médoc… mit einem Glas Rotwein zu stärken. Ich bewundere diese Leute, egal ob mit oder ohne Rotwein intus. Nie und nimmer könnte ich solch eine Strecke laufen.

Jahrgang 2013Das ist der Jahrgang 2013. Anfang Oktober soll die Ernte beginnen.

Dies und das

StromgeneratorDas ist unser neuer Stromgenerator, vor kurzem angekommen. Jetzt blicken wir dem nächsten längeren Stromausfall unerschrocken entgegen. Bzw. noch nicht so ganz unerschrocken, denn wir haben noch keinen Sprit dafür. Das Teil ist ein wenig anspruchsvoll und verlangt Benzin mit 98 Oktan, unser Rasenmäher und die anderen Geräte brauchen aber nur 95. Das heißt, wir brauchen noch einen zusätzlichen Benzinkanister. Die sind aber überall in der Nähe so unglaublich teuer, dass Leo nun welche per Internet bestellt hat. Und wenn die dann hier sind, und wir sie befüllt haben, dann blicken wir dem nächsten Stromausfall völlig unerschrocken entgegen.

Strand von SoulacMeine Eltern waren für ein paar Tage zu Besuch, und wir waren mit ihnen auch am Meer. Normalerweise vermeiden wir das während der Sommer-Saison, da es zu der Zeit einfach nur schrecklich voll überall ist. Aber was tut man nicht alles für seinen Besuch. Es war dann auch sehr schön am Strand (Soulac-sur-Mer). Und selbst wenn die Strände hier am Atlantik «voll» sind, kann man dort immer noch ungestört mit mehreren Metern Platz um sich herum liegen, im Gegensatz z.B. zu Mittelmeerstränden, an denen die Menschen wie die Ölsardinen liegen – nicht nur so eingeschmiert, auch so eng bei einander.

Blick auf RoyanWir haben meine Eltern dann zu meinem kleinen Bruder gebracht, der ca. 250 KM Luftlinie von uns entfernt wohnt. Auf der Hinfahrt haben wir die fast-Luftlinien-Route genommen, immer Richtung Norden, mit der Fähre von Le Verdon nach Royan (hier auf dem Foto), und nur über Landstraßen. Wunderschön zu fahren, viel zu sehen, aber ganz schön lang – fünfeinhalb Stunden hat es gedauert. (Wobei wir allerdings relativ lange auf die Fähre warten mussten, da uns eine direkt vor der Nase weggefahren ist.) Die Rückfahrt über die Autobahn über Bordeaux, die 130 KM länger ist, hat fast zwei Stunden weniger gedauert.

Bims genannt BsirskeIch habe ein paar Tage die Katze unserer Nachbarin gefüttert, da die Nachbarin im Kurzurlaub war. Eine sehr nette Katzendame, zutraulich und schmusig. Sie heißt Bims, was Leo sich nicht merken kann, weswegen er Bsirske zu ihr sagt. Wenn ich zum Füttern ging und Jacques mitgekriegt hat, dass ich weggegangen bin, ist er hinter mir hergerannt, und da ich ihn natürlich nicht mit ins Haus genommen habe, ist er vor die Terrassentür gerannt, hat sich dort hingesetzt und gejault, weil er rein wollte. Bsirske ihrerseits wollte gerne raus, saß drinnen vor der Terrassentür und hat auch gejault. Das Geschreie von Jacques hat sie dann wohl zusätzlich noch genervt (sie mag die Nachbarskatzen, also unsere, nicht), denn sie ging mit den Pfoten die Scheibe hoch und tat so, als wolle sie Jacques schlagen, was ihn aber nicht sonderlich beeindruckt hat. Schließlich blieb sie mit den Krallen in der Gardine hängen und ich musste einschreiten, ehe sie die ganze Fensterdekoration abriss. Katzen füttern kann ganz schön aufregend sein.

GurkenGurken, Gurken, Gurken. Mittlerweile haben wir die ersten Senf- und Salzgurken probiert. Die salzigen waren nicht so mein Fall, aber die Senfgurken sind jetzt schon köstlich. Also Gurken kann man gar nicht zu viele haben.

Keine Katastrophen im Moment

Umgefallener Baum wird mit der Motorsäge bearbeitetZur Zeit gibt es glücklicherweise keine weiteren Katastrophen. Leo hat den Teil des Baums der Nachbarin, der beim Sturm auf unser Grundstück gefallen war, abgesägt, in handliche Stücke zerlegt und die kleineren Teile gehäckselt. Die meisten der herumliegenden Äste haben wir inzwischen auch zusammengesammelt.

Entspannte KaterDie Kater ließen sich vom Lärm der Motorsäge nicht stören und genossen es, sich im Gras herumzuwälzen.

ReifenwechselAuch zwei neue Reifen haben wir inzwischen. Eigentlich wollten wir uns erstmal nur erkundigen, aber der Reifenhändler hatte jede Menge für den Trafic passende Reifen auf Lager, und sie wurden in Windeseile gewechselt. Es war ein Mordsbetrieb in der Werkstatt, das Reifenwechseln flutschte wie das Brezelbacken. Sozusagen. Auf dem Foto hier kommt das nicht so richtig rüber. Hinter dem Trafic, bei dem sie einen Wagenheber zum Reifenwechsel genommen haben, ist die Werkstatt mit Hebebühnen, und die waren auch alle besetzt.

Eingemachte ErnteEin Bruchteil der Ernte, die Leo eingekocht hat: Senfgurken, Stachelbeergelee, Essiggurken, grüne-Tomaten-Marmelade. Und die Gurken müssen leider noch warten, bzw. ich muss noch warten, bis sie essbar sind, dabei würde ich sooo gerne mal probieren.

Nicotiana Nana TinkerbellEndlich mal was geworden: Ziertabak, Marke Nicotiana Nana Tinkerbell. Ich habe schon ein paar Mal die ausgesäten kleinen Pflänzchen in irgendwelche Beete im Garten gesetzt, aber sie sind immer verkümmert. In diesem Frühling habe ich sie dann in Kübel gesetzt, und dort gedeihen sie prächtig, wachsen schnell und bekommen jede Menge schön duftender Blüten. Merke: nächstes Jahr mehr Ziertabak in Kübel.

GartenUnser Garten, frisch gemäht heute nachmittag. Auf den zwei Sesseln haben wir gestern bis lange nach Mitternacht gesessen und in die Sterne geschaut. Das war total beeindruckend. Ein völlig klarer Sternenhimmel, mittendrin etwas Schleieriges, was ich für die Milchstraße halte, und ständig Sternschnuppen. So viel konnte man sich kaum wünschen, wie Sternschnuppen zu sehen waren.