Wir brauchten mal ein wenig Luftveränderung und haben deshalb letzten Montag einen kleinen Ausflug gemacht. Wir sind zuerst mit der Fähre über die Gironde von Lamarque nach Blaye gefahren. Dieses Foto entstand kurz nach dem Ablegen der Fähre.
Auf der Gironde. Es war absolut tolles Wetter, blauer Himmel und Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad.
Blaye auf der anderen Seite der Gironde. Wir haben uns die Stadt nicht angeschaut, das werden wir bestimmt aber nochmal tun, denn es ist offensichtlich ein sehr hübsches Städtchen. Blaye besteht also nicht nur aus dem «Centre Nucléaire», dem Atomkraftwerk. Aber das liegt auch einige Kilometer nördlich vom Ort. (Na da kann man ja beruhigt sein …)
Wir sind dann Richtung Süden gefahren. An dieser Stelle fließen die Garonne und die Dordogne zusammen und werden zur Gironde.
Auch dort gibt es jede Menge Weinfelder, allerdings nicht so ausschließlich wie hier im Médoc. Die Gegend ist auch wesentlich hügeliger als hier und von der Vegetation her etwas anders, irgendwie grüner, mehr Bäume.
Wir sind nach Libourne gefahren und dort ein wenig herumgelaufen. Dies ist der Marktplatz, ohne Markt.
Dies ist die Fußgängerzone in Libourne. Da es Mittagszeit war, war nicht sehr viel los, weil die meisten Geschäfte geschlossen waren.
Anschließend sind wir nach St. Émilion gefahren, ein kleines mittelalterliches Örtchen, das sehr berühmt ist für seinen Weinanbau. Dieses Foto entstand auf dem Platz neben der imposanten Felsenkirche, von dem aus man einen schönen Blick über den Ort und einige der Weinfelder hat.
Die kleinen Gässchen im Ort sind sehr steil und bestehen hauptsächlich aus Kopfsteinpflaster – also merke: nächstes Mal Turnschuhe mitnehmen!
Insgesamt ist der Ort sehr touristisch und erinnerte uns beide ein wenig an Rüdesheim.
Aber auch wir waren gute Touristen und haben was gekauft, nämlich zwei Weinstöcke. Nicht um selbst Wein herzustellen, sondern Tafeltrauben. Wir sind gespannt was daraus wird. Leo hat sich jedenfalls viel Mühe mit dem Eingraben gegeben.
So viel zum Ausflug (der sehr schön war), jetzt noch ein wenig Garten:
Dieses Jahr leidet der Garten sehr unter Schnecken. Auch im Gewächshaus ist sehr viel abgefressen, und überall sind die Schleimspuren zu sehen, die die blöden Viecher hinterlassen. Es sind allerdings Nacktschnecken, die alles anfressen, nicht solche mit Haus wie diese hier auf dem Bild – aber diese hier ist viel fotogener als die ekeligen braunen Nacktschnecken.
Alles ist dieses Jahr viel später als in den letzten zwei Jahren. Der Trompetenbaum, der letztes Jahr schon Anfang Juni geblüht hat, öffnet jetzt gerade seine ersten Blüten.
Aber einiges gibt es trotzdem im Garten. Für leckeren bunten Salat z.B. ist immer gesorgt …
… und das erste Gemüse ist auch schon da.
Die Stachelbeeren sind inzwischen abgeerntet und haben einige Gläschen Marmelade sowie ein paar Portionen zum einfach-so-essen ergeben. Sehr lecker.
Der letztes Jahr gepflanzte Kaki-Baum bekommt Früchte!
Einige Gurken stehen im Gewächshaus – der Garten ist zu klein, kein Platz mehr
Eine der letztes Jahr ausgesäten Stockrosen mit schwarzen Blüten – wunderschön.
Und als ich eins der Blumenbeete vom Unkraut befreit habe, sprang plötzlich ein Stein hoch! Mann, hab ich mich erschrocken. Es war natürlich kein Stein, sondern eine Kröte, die wahrscheinlich genauso geschockt war wie ich, weil ich sie plötzlich befummelt habe. Ich frage mich, ob es die gleiche war, die ich vor kurzem schon mal in den Fingern hatte, als ich Blumenerde aus einem Sack nehmen wollte, und die Erde sich plötzlich ganz glibberig anfühlte, sich zwischen meinen Fingern bewegte und zur Kröte wurde. Hätte ich sie küssen sollen? Oder an die Wand werfen? Aber was mach ich dann mit einem Prinz??