12 von 12 im Oktober 2022

Am heutigen zwölften mache ich wieder mit bei 12 von 12, das bedeutet: 12 Fotos im Blog veröffentlichen, die (mehr oder weniger) den Tag dokumentieren. Alle anderen, die mitmachen, und weitere Infos zu der Aktion finden sich wie an jedem zwölften in Caros Blog.

Es war erst ziemlich nebelig heute morgen:

Aber der Nebel verzog sich im Lauf des Vormittags.

Ich habe ein wenig weitergelesen in dem Buch, über das ich gestern schon geschrieben habe:

Dann habe ich die Hunde ins Auto gepackt und bin mit ihnen nach Lesparre gefahren, wo ich in der Apotheke etwas besorgt habe. Direkt nebenan ist der Stoffladen, dort habe ich kürzlich Fat Quarter gesehen, die ich mir heute nochmal näher angeschaut habe – aber erstmal noch nichts gekauft.

Dann in der Boulangerie ein Baguette gekauft:

Dann Hundespaziergang:

Auf dem Rückweg musste ich halten, um ein Foto für meine Herbst-Weinlaub-Sammlung mitzunehmen 😉:

Zuhause dann ein kleines Probestück aus neuer Wolle gestrickt, um zu sehen, wie der Farbverlauf ist:

Nachmittags ein wenig genäht – ich habe einen Quilt aus Resten angefangen. Ehe neuer Stoff gekauft wird, müssen erstmal Reste weg:

Leo hat währenddessen neue Schränke zusammengebaut. Nachdem wir ja nun einen neuen Herd haben, kommen jetzt auch all die offenen Regale weg, und werden durch Schränke ersetzt. Momentaner Zwischenstand:

Sieht zwar so aus, als ob beim Schrank in der Ecke die Tür nicht aufgeht, aber der kleine Schubladenschrank ist auf Rollen, der kann einfach vorgezogen werden. Und in dem Schrank in der Ecke ist die Gasflasche, die eh nur ca. alle 3 Monate gewechselt werden muss.

Spät(er) dann Abendessen. Zuerst gab es die restliche Kürbissuppe mit Apfel:

Und anschließend Kürbisrisotto und Schweinefilet mit Heidelbeeren im Schinkenmantel – unscharf und nicht sehr dekorativ auf dem schwarzem Teller, aber ist nun mal so:

Gute Nacht.

Das Paradies ist noch nicht ausverkauft

Heute gibt es hier mal Werbung, und zwar für ein neu erschienenes Buch. Am letzten Sonntag waren wir aus Anlass der Veröffentlichung dieses Buches eingeladen zu Champagner, Kaffee und Kuchen. Das Buch heißt “Das Paradies ist noch nicht ausverkauft”, und diese beiden hier:

Foto: E. Schwichtenberg/C. Büttner

sind Gunhild Lorenzen, die die Interviews geführt und anschließend in Texte gefasst hat, und Christian Büttner, der für Konzeptentwurf und Organisation verantwortlich ist.

In dem Buch geht es um Deutsche, die im Médoc leben, und ihre “Geschichten”. Zu Wort kommen deutsche Auswanderer, französisch-deutsche Paare, Deutsche, die hier leben und in Deutschland arbeiten, Kinder ehemaliger deutscher Kriegsgefangener, und andere mehr …
Das Buch ist zweisprachig, die Texte sind auf deutsch und auf französisch; übersetzt wurden sie von Jacqueline Tabuteau.

Die Einladung fand statt auf dem Weingut der Familie Paeffgen, einer deutschen Familie, die seit 2010 im Médoc lebt und dort Weinanbau und -herstellung betreibt, und deren “Geschichte” ebenfalls in dem Buch zu lesen ist. Wir saßen draußen vor dem alten Weingut, Kaffee, Kuchen und Champagner waren lecker, das Wetter war spätsommerlich schön – eine angenehmere Kulisse kann man sich kaum vorstellen.

Foto: E. Schwichtenberg/C. Büttner

Falls sich jemand fragt, was Leo und ich dort zu suchen hatten: wir waren eingeladen, da auch wir in dem Buch vorkommen. Ein Exemplar des Buches durfte jede/-r mitnehmen, und einige der Geschichten habe ich nun schon gelesen und finde sie sehr spannend, manchmal auch berührend.

Wer jetzt gerne mehr erfahren möchte über all diese Deutschen im Médoc, kann das Buch z.B. bei amazon unter diesem Link bestellen, oder auch in jeder Buchhandlung. (Nein, außer Kaffee, Kuchen und Champagner habe ich keine weiteren Zuwendungen für die Werbung erhalten 😊 )

Das schöne Weingut der Familie Paeffgen werden wir demnächst übrigens nochmal in Ruhe besuchen bzw. besichtigen, ich werde dann berichten.

WmdedgT – Oktober 2022

Da heute der fünfte ist, ist wieder mal Zeit für “Was machst du eigentlich den ganzen Tag”, kurz WmdedgT, und alle, die mitmachen, sammeln sich abends bei Frau Brüllen.

Bei uns war es ein nicht sehr ereignisreicher Tag. Wie in den letzten Tagen war es auch heute morgen nebelig. Und wie in den letzten Tagen hat sich der Nebel dann vormittags verzogen und einem blauen Himmel Platz gemacht.

Jacques erwartete mich hinter dem Küchenfenster und bekam sein Frühstück.

Ich war ziemlich früh wach, so früh, dass als ich die Hühner rausgelassen habe, erst zwei von ihnen in der Voliere waren, die anderen schliefen noch im Stall. Eine von den beiden ist diejenige, die mich jeden Morgen durch ihre nicht vorhandene Lernfähigkeit beeindruckt. Jeden Morgen öffnet sich die Tür der Voliere nach links, und jeden Morgen rennt sie erst hinter die sich öffnende Tür, um dann fast zwischen Tür und Wand eingequetscht zu werden. Mein Versuch, das fotografisch festzuhalten, ist nicht so sehr gut gelungen, aber vielleicht ist ja zu erkennen, was ich meine:

Vormittags war Leo einkaufen und mit den Hunden unterwegs, bei mir ging der Vormittag dahin mit diversen Updates, auch auf meinen eigenen Seiten. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich meine Rezepte-Seite in letzter Zeit schmählich vernachlässigt habe; das letzte Rezept war aus dem August letzten Jahres. Daher habe ich mal fix das Rezept des genialen Blaubeer-Eierlikör-Kuchens, den ich letzten Sonntag gebacken habe, dort aufgeschrieben. Der Kuchen ist aus der Not entstanden, da unser Besuch Unmengen von Eierlikör, den es hier ja nicht zu kaufen gibt, mitgebracht hatte – und der soll ja nicht schlecht werden 😉

Mittags dann was essen:

Da ich so früh aufgestanden war, wollte ich nach dem Essen eigentlich ein wenig schlafen, das klappte aber nicht. Später gab es noch den Rest vom Blaubeerkuchen.

Dann bin ich eine Runde mit den Hunden gegangen, im herbstlichen Abendlicht durch die Weinfelder:

Ein paar vergessene Trauben hängen noch:

Abendessen:

Und anschließend noch eine Runde Ladybohn, die ich gewonnen hätte, wenn Leo das nicht kurz vor Schluss sabotiert hätte 😠

Der Rest vom September 2022

Der letzte Tag im September – Zeit für noch ein paar Fotos und Notizen aus diesem Monat.

Jede Menge schönen Wolkenhimmel gab es in diesem Monat zu fotografieren, das da oben und dieses z.B.:

Hier mal wieder ein Himmelsfoto mit Rauchschwaden:

Die Waldbrände in diesem Jahr hier im Gebiet waren der Horror. Es sind mehr als 62.000 Hektar Wald in den Flammen aufgegangen. Bei einem der schlimmsten Brände, ca. 40 km Luftlinie von uns entfernt, zogen die dicken Qualmwolken bis zu uns (und noch weiter), der Rauch war deutlich zu riechen, die Sonne war kaum zu sehen, und ab und zu rieselte feine Asche vom Himmel.

An dem Tag beklagte eine Frau in der Facebook-Gruppe unseres Ortes, dass draußen so ein heftiger Rauch-Geruch sei, dass sie Fenster und Türen schließen musste. Ja, du Arme, das ist wirklich bitter und unzumutbar, solch ein Geruch nach Rauch. 🙄 Geht’s noch? Was stimmt eigentlich nicht mit diesen Leuten? Wie ist der Knick in deren Hirn entstanden, der dazu geführt hat, dass sich alles nur noch um sie selbst dreht? Da mussten tausende Menschen, die direkt in dem Gebiet wohnen, diesen Qualm aus allernächster Nähe tagelang ertragen; da wurden Hunderte über mehrere Tage evakuiert, manche von denen sind trotzdem zu ihren Häusern zurückgekehrt und haben selbst versucht, das Feuer davon abzuhalten, auf ihre Häuser überzugreifen, hielten sich dann nachts in den Häusern ohne Strom und Wasser auf; da sind manche Häuser, manche Industriebetriebe in den Flammen komplett zerstört worden – und diese Tussi regt sich darüber auf, dass sie Fenster und Türen schließen muss, weil der Qualm, aus 40 km Entfernung, sie so gestört hat. Mannmannmann. Lieber das Thema wechseln. – Oder nein, ich hab da kürzlich was in der Zeitung gelesen, das passt grad noch so schön zum Thema Egozentrik: Da hat im Sommer der Bürgermeister des kleinen Ortes Arzon in der Bretagne von einem Touristen eine Anfrage erhalten mit der Forderung, das Läuten der Kirchturmglocken, die ab 7 Uhr morgens stündlich erklingen, doch zu unterbinden, da seine Frau und seine Kinder unnötigerweise geweckt würden. Er schlug vor, das Läuten bis 9 oder 10 Uhr morgens, oder vielleicht sogar komplett auszustellen, damit er und seine Familie in Ruhe die Ferien genießen können. Ernsthaft. Wenn das nicht so traurig wäre, könnte man ja herzhaft drüber lachen. Der Bürgermeister hat jedenfalls darüber gelacht. Und die Glocken läuten weiterhin, so wie sie das bereits seit Jahrhunderten tun. (Quelle)

Am 10. September fand wieder der Marathon du Médoc statt. Dieser Marathon ist ja, wie ich hier schon mal berichtete, kein normaler Marathon, wo nur gelaufen wird, sondern es sind an der Marathon-Strecke, die durch die Weinfelder und an den Châteaux vorbei führt, überall Stände aufgebaut, manchmal mit Live-Musik, und dort können die Läufer sich unterwegs bedienen mit Essen und Trinken (auch Wein). An diesem Tag waren wir morgens in aller Frühe unterwegs. Dieses Foto entstand kurz vor Sonnenaufgang:

Ich habe Leo bei Bekannten abgesetzt, die ihn dann mitnahmen zu einem dieser Stände kurz vor Pauillac, dem Ende der Marathonstrecke. An diesem Stand gab es Austern, und Leo hatte sich bereiterklärt, beim Austernöffnen zu helfen. Es ging dabei nicht um ein paar Dutzend Austern, sondern um 15.000. Er bekam ein Marathon-T-Shirt und einen Hut, und los ging’s:

Hier sind “ein paar” der geöffneten Austern in einem Kühlwagen zu sehen:

Und hier Unmengen von MarathonläuferInnen, die Austern haben wollen (ich habe das Foto extra unscharf gemacht – Persönlichkeitsrechte und so …):

Es hat Leo Spaß gemacht, aber er hatte an den folgenden Tagen Muskelkater vom Austernöffnen.

Hier ein Strandspaziergang bei Pin Sec mit ein paar Regentropfen:

Ein Strandspaziergang bei Le Gurp, an dessen Ende sich diese Wolken hier komplett verzogen hatten und der Himmel wieder ganz blau war:

Ein Spaziergang am Lac d’Hourtin bei Piqueyrot:

Immer das gleiche, diese Fotos: Wasser, Köter, und Himmel mit mehr oder weniger Wolken 😁

Und mal wieder ein Versuch, den Vollmond zu fotografieren – naja :

Mitte September befand Gaston, die Trauben seien reif und die Weinernte könne anfangen:

… und so geschah es. Wie in jedem Jahr waren die großen, schweren Erntemaschinen von ganz früh morgens bis abends in die Dunkelheit hinein zu hören (Handyfoto mit Zoom ist ähnlich schlecht wie Handyfoto vom Vollmond):

Viele Weinfelder um uns herum wurden manuell abgeerntet. Auch das ist nicht wirklich zu erkennen auf diesem Foto – die kleinen grünen Punkte sind die Trauben-Transportkörbe:

Und noch eine Nachricht zum Schluss: Nach fast 13 Jahren mussten wir uns von unserem Herd trennen. Hier wurde er erstmals erwähnt, nun steht er draußen und wartet auf seinen Abtransport. Nichts ist für die Ewigkeit.

Herbstanfang

Das Wetter war hier in den letzten Tagen wunderschön, die Temperaturen so leicht über 20 Grad, dazu strahlend blauer Himmel. Pünktlich zum Herbstanfang ist das Wetter entsprechend herbstlich geworden, kühler und bedeckt.
Wir haben heute vormittag die Hunde ins Auto gepackt und sind Richtung Bordeaux gefahren. Zwischendurch haben wir Halt gemacht für einen kleinen Spaziergang. Wie oben auf dem Foto zu sehen ist, sieht es im Wald auch schon etwas herbstlich aus.

Unser erstes Ziel war der Eurasie-Supermarkt in Bordeaux:

Dort gibt es so ziemlich alles, was man sich an asiatischen Spezialitäten vorstellen kann. Ein ganzes Regal steht voll nur mit Sojasaucen:

Oder hier, nur Reis, und im obersten Fach dazu passend Reiskocher:

Dort haben wir uns eine ganze Weile aufgehalten. Bei ganz vielen Sachen hatte ich keine Ahnung, was das überhaupt war, aber egal, es sah toll aus 😊

Dann ging es weiter in den Baumarkt:

Und anschließend noch nebenan hierhin:

Wir wollten allerdings keine Möbel, sondern nur einiges aus der Lebensmittelabteilung. Leider gab es das vegetarische Hack nicht mehr, das wir schonmal probiert und für gut befunden hatten, und auch keine Sandwiches, die wir eigentlich gegen unseren Hunger haben wollten.

Anschließend noch Lidl, da gabs auch was gegen Hunger, und zum Schluss haben wir an dem schönen See bei Avensan haltgemacht, der auf halber Strecke zwischen Bordeaux und Cissac liegt. Den haben wir einmal umrundet, so dass die Hunde auch noch was von dem Tag hatten.

Und diesen Spruch, der dort auf einem alten kleinen Schuppen zu sehen war, hänge ich mir neben den Schreibtisch:

Jetzt sind wir k.o. von dem vielen Rumgerenne. Und freuen uns auf den Besuch, der morgen kommt 🙂