Neuer Wetterdienst

Ich weiß ja nicht, ob überhaupt irgendjemand außer mir auf diese Wetteranzeige hier im Blog schaut (wer noch nicht mal weiß, was ich meine: das, was auf großen Monitoren ganz rechts zu sehen ist und auf Smartphones bzw. kleinen Bildschirmen etwas versteckt im Menü zu finden ist, mit der Überschrift “Das Wetter bei uns”). Jedenfalls zeigt die Wetteranzeige, die ich bislang immer genutzt habe (das WordPress-Plugin wp-Forecast), in letzter Zeit merkwürdige Sachen an. Deswegen ist hier momentan eine zweite Wetteranzeige unter der ersten zu sehen (von weatherwidget.io), die ich mal testen will. Also für diejenigen, die tatsächlich mal dadrauf schauen: bitte nicht wundern.

WmdedgT – Juni 2021

Heute ist der fünfte, und wie jeden Monat am fünften fragt Frau Brüllen wieder “Was machst du eigentlich den ganzen Tag?”. Der Tag hier bei uns:

Als erstes bekommen die Katzen zu essen:

Dann werden die Hühner aus ihrem Stall gelassen, die auch erstmal frühstücken:

Dann Hunde füttern, Kaffee trinken.

Ich habe ein neues Spielzeug, das die Uhrzeit anzeigt, und wieviel Schritte ich im Laufe des Tages gegangen bin, und wie das Wetter ist, und wie ich geschlafen habe, und wie schnell mein Puls schlägt, und weiteres unnützes Zeug. Gestern bin ich z.B. 13015 Schritte gegangen. Und ich bin zu spät ins Bett gegangen, nämlich 0 Uhr 45, und die Uhr meint, ich sollte vor 22 Uhr schlafen gehen. Wenn ich das täte, läge ich um vier Uhr morgens wach im Bett. Aber sie sieht ganz gut aus, finde ich:

Dann Kuchen gebacken, während Leo mit den Hunden unterwegs ist und auch Pakete zur Post hier im Ort bringt. Drei Pakete in drei unterschiedliche Länder, was die Post-Frau so kurz vor dem Wochenende leicht überfordert.

Dann eine Runde gedreht mit Rasenmäher und Sense.

Dann haben wir den fertigen Kuchen gegessen.

Anschließend habe ich eine kleine Tasche zugeschnitten und angefangen, zu nähen, während Leo im Garten unterwegs ist und versucht, die Stellen zu finden, an denen die blöden Hühner mal wieder ihre Eier verstecken (leider hatte er keinen Erfolg).

Später dann ein Spaziergang beim Schloss Fontesteau, das ein paar Kilometer von uns entfernt ist. Plötzlich brummt irgendwas an meinem Arm, und ich werde ganz hektisch, weil ich eine Wespe oder ähnliches vermute. Aber es ist nur die neue Uhr, die mir mitteilen will, dass ich die vorgegebene Tagesschrittzahl erreicht habe. Toll.

Anschließend ist es Zeit für ein “Feierabend-Bier”.

Dann kocht Leo und macht nebenbei Butterschmalz, da es das hier nicht zu kaufen gibt.

Zum Abendessen schließlich Tian de Courgettes:

Und das war’s für heute.

Eine Montagsfrage über Jugenderinnerungen

In dieser Woche möchte ich gerne wieder meinen Senf beitragen zu Joëls aktueller Montagsfrage, die lautet:

Was war dein liebstes oder schönstes Ausflug- / Reiseziel als Kind / Jugendliche?

Das waren ganz klar die beiden Sommerferien-Jugendlager in dem kleinen Örtchen Bruchhausen im Sauerland. Ich war 14 bzw. im Jahr darauf dann 15, und es waren die ersten Urlaube ohne meine Eltern und mit meiner Freundin. (Deren Eltern allerdings als Sanitäter dabeiwaren – ich weiß nicht, ob ich sonst mitgedurft hätte.) Die Jugendlager waren organisiert worden vom deutsch-französischen Jugendwerk des Bundeswehr-Sozialwerks, das heißt, es waren auch französische Jugendliche dabei. Diese beiden Ferienlager waren wohl der Anfang meiner Frankophilie :-) Wir hausten dort in der Schützenhalle – in einem Fotoalbum habe ich das ordentlich festgehalten:

Das Haflingergestüt spielte auch eine große Rolle in dem Urlaub, denn wer wollte, konnte an diversen Haflinger-Ausritten in den Wäldern teilnehmen. Klar wollten wir das, denn wir waren damals pferdeverrückt, und diese Ausritte waren so viel besser als der dröge Reitunterricht im Reitverein.

Das Mobiliar war von der der Bundeswehr in die Bruchhauser Schützenhalle geschafft worden, doppelstöckige Betten, Schränke, Tische, Sitzbänke u.a. Auf der Wiese hinter der Schützenhalle waren Zelte aufgebaut worden, in denen die Betreuerinnen und Betreuer schliefen. Die Köche waren ebenfalls von der Bundeswehr, und ein paar Soldaten waren auch ständig da. Einmal fand ein französischer Abend statt, an dem wir uns verkleiden sollten, und ich habe einem Soldaten seine Uniform abgeschwatzt:

Damals fand ich sowas komisch. Ohne Uniform sah ich zu der Zeit aus wie die oben rechts auf dem Foto hier drunter, und meine Freundin wie die unten rechts, die Coole in schwarz (ich vermute mal, das ist ok, liebe Dorit):

Und sogar die Bruchhauser Steine sind auf dem Foto.

Es gab jede Menge Aktivitäten: Disco-Abende mit Klammerblues und natürlich auch französischer Musik, die ich bis dahin nicht kannte. Abendliche Lagerfeuer. Eine Fahrt ins Safariland Stukenbrock. Eine Wanderrallye über 30 KM. Freibad-Besuche mit anschließendem Sonnenbrand. Und ich weiß gar nicht mehr, was noch alles. Sehr gruselig fand ich das Anfertigen von Gesichtsmasken mit Gips. Wer so eine Maske von sich selbst haben wollte, bekam Strohhalme in die Nase und Gips ins Gesicht und musste dann ewig lange herumliegen und konnte nur durch die Strohhalme atmen. Horror! Naturlich wollte ich unter diesen Bedingungen keine haben. Und diesen grausligen Tee mit Zitronengeschmack, den es morgens und abends gab, an den erinnere ich mich auch noch mit Schütteln. Aber davon abgesehen waren das wirklich die schönsten Urlaube in meiner Jugendzeit.

Wetter, Köter, Mond, Kater

Hier ist inzwischen der Frühling angekommen. Wurde ja auch Zeit.

Die Bilder hier gleichen sich jedes Jahr, aber das ist nunmal so. Heute mal wieder das Gras hinter unserem Zaun, das so hoch ist, dass man die Köter nur sieht, wenn sie ganz nah sind:

Am Mittwoch abend gab es einen so genannten Supermond. Ich bin extra ganz hinten auf die Wiese gegangen, um ihn zu fotografieren, und irgendwie war mir ja klar, dass das mit dem Handy nix gescheites wird. Das war dann auch tatsächlich so:

Und da er hier schon lange nicht mehr zu sehen war, hier ein Foto von Jacques gestern im Hühner-Garten, wo er sich gerade im Gras vor den Hühnern versteckt, weil er Angst vor ihnen hat:

Die letzten 3 Wochen

Heute mal wieder eine Zusammenfassung der letzten Zeit. Das da oben war am letzten Mittwoch, beim Spaziergang um den « Lac bleu » in Avensan, der eine halbe Stunde von uns entfernt liegt. Immer wieder schön dort. Da hatten wir auch Glück mit dem Wetter, ansonsten war es hier oft bedeckt, regnerisch, windig – so sah es meist aus:

Besuch war da, es gab ein paar Spiele-Abende. Ich mag immer noch kein Siedler.

Am letzten Donnerstag ist Leo mit Elly mal wieder ein Stückchen des Jakobswegs gewandert. Gaston und ich haben die beiden nach Lacanau-Océan gebracht und in Le Porge wieder abgeholt. 21,7 KM sind sie gelaufen, teils über schnurgerade Fahrradpisten:

… teils entlang des Étang de Lacanau:

… teils entlang von Kanälen, auf denen an manchen Stellen Unmengen von Seerosen schwammen:

Elly wartet aufs Mittagessen:

An dieser Stelle sind es noch 1100 KM nach Santiago de Compostela:

Nachdem wir die beiden abgesetzt hatten, haben Gaston und ich einen Morgenspaziergang gemacht und den Meerblick genossen:

Vorgestern habe ich einen Schokoladenkuchen gebacken. Wer mal einen richtigen Schoko-Overkill braucht, ist mit diesem Rezept gut bedient. Schokokeks-Cornflakes-Boden, Schoko-Frischkäse in der Mitte, obendrauf Schoko-Topping. Ich musste ein wenig variieren, da es hier keine “Knusperflakes”-Schoko gibt, aber das geht auch mit anderer Vollmilch-Schoko und ein paar Cornflakes. Und das Topping habe ich aus dunkler Schoko statt Halbbitter gemacht. Sehr gut. Und sehr gehaltvoll.

In der Nachbarschaft ist Ende letzten Jahres ein Weinfeld gerodet worden. Vor ein paar Tagen sind dort tausende neuer Weinstöcke gepflanzt worden, wie üblich ordentlich in Reih und Glied:

Die neuen Weinstöcke sind auf dem Foto oben nicht zu erkennen, aber hier:

Vier Jahre soll es dauern, bis sie zum ersten Mal tragen.

Die aktuelle Corona-Situation hier bei uns: Es gibt nach wie vor eine abendliche Ausgangssperre, diese gilt seit dem 19. Mai aber nicht mehr ab 19, sondern ab 21 Uhr. Die Geschäfte, die keine “lebensnotwendigen” Artikel verkaufen, haben seit dem 19. wieder geöffnet, ebenso die Außenbereiche von Bars und Restaurants, und auch Kinos, Theater und Museen sind wieder geöffnet. All das allerdings mit eingeschränkter Besucherzahl.