Dies und das

Sehr viel erwähnenswertes ist nicht passiert in letzter Zeit. Der kleine Lucas wächst und gedeiht. Wenn er wach ist, ist es sehr spannend, ihn zu beobachten; er zieht Gesichter, manchmal ist schon ein Lächeln dabei, und er schaut sich seine Umgebung ganz genau an.

Die Anzahl der Covid-Neuinfektionen hier steigt an; in unserem Département ist die Anzahl positiv Getesteter um ein vielfaches höher als in anderen Gebieten. Urlaubsregion halt. Also wenn wir zur Zeit irgendetwas garantiert NICHT machen werden, dann ist das ein Ausflug an den Strand. Und das obwohl:

… Leo und ich inzwischen beide unsere zweite Impfdosis bekommen haben, ich genau heute vor einer Woche, Leo ein paar Tage früher. Es gab auch dieses Mal bei uns keine Probleme, etwas schlapp waren wir am Tag drauf, und ich hatte ein paar Tage lang einen blauen Fleck an der Einstichstelle.

Ich hätte da mal wieder ein Himmelsfoto 😁. Das ist auch gleichzeitig Antwort auf eine Frage, die mir mal gestellt wurde, “Gibts bei euch keine WeinBERGE?”, weil ich immer nur von Weinfeldern rede, nicht von Bergen. Also was ich hier bislang so gesehen habe, sind höchstens Weinhügel wie dieser hier am letzten Samstag – Berge würde ich das nicht nennen:

Was gab’s sonst noch? Geburtstags-Nektarinenkuchen z.B.:

Wettertechnisch: Nachdem es hier zwei Wochen lang sehr heiß und trocken war, sind die Temperaturen wieder auf um die 25 Grad gesunken, ab und zu regnet es auch mal. Dann sind die Pfützen wieder gefüllt, so dass sich die Hunde unterwegs abkühlen können. Dummerweise sind die Pfützen nicht ausbetoniert, sondern mit Schlamm ausgekleidet, welcher dann natürlich an den Kötern klebt. Bis zum Ende des Spaziergangs ist er meist angetrocknet, und zu Hause hinterlässt er dann überall dort, wo sie sich hinlegen, einen kleinen Dreckhaufen.

Abkühlung.

12 von 12 im Juli 2021

Eigentlich wollte ich heute gar nicht mitmachen bei der Aktion 12 von 12 bei Caro, weil ich dachte, ich bekomme heute sowieso keine 12 Fotos zusammen. Ich bin später aufgestanden als sonst, daher hatte Leo schon das ganze Morgenprogramm erledigt. Das Foto oben ist von heute abend, vor der Garage fotografiert, wohin ich mich gerade vor dem plötzlich einsetzenden Regen gerettet hatte – man erkennt ihn nicht so richtig auf dem Foto.

Der Vormittag bestand hauptsächlich darin, ein paar Änderungen an der Seite einer Kundin zu erledigen.

Nachmittags dann, wie letzten Montag auch, nach Lesparre in die Klinik. Lucas hatte seinen zweiten Termin bei der Kinderärztin. Von meinem Parkplatz aus hatte ich Sicht auf den Kreisverkehr vor der Klinik (ich habe im Auto gewartet, da nur eine Person mit zur Untersuchung darf), wo ein Wahnsinnsverkehr war. Die Urlaubszeit hat angefangen, und das merkt man. Jede Menge Autos hatten Dachkoffer, sehr viele belgische, holländische und deutsche Kennzeichen habe ich gesehen. Und Wohnmobile. Zum Glück hatte ich was zu lesen dabei, so dass ich mir nicht nur Autos anschauen musste.

Auch heute ergab die Untersuchung nichts besonderes, was uns freut.

Die meisten Fotos von heute sind von meinem Nachmittagsspaziergang, ich bitte das für dieses Mal zu entschuldigen :-) Der Himmel war wirklich beeindruckend, und ich bin ja ein bekennender Fan von Himmels-Fotos.

Das erste, nachdem wir losgegangen waren, noch eher so grau in grau.
Hier schon etwas dramatischer.

Im Industriegebiet vor Lesparre hat ein BurgerKing aufgemacht. Warum manche Leute die Verpackungen von dem Zeugs, das sie da gekauft haben, 15 KM weit durch die Gegend fahren und dann hier in die Weinfelder schmeißen, verstehe ich nicht wirklich.

Noch mehr Himmel. Hier sieht man, wenn man genau hinschaut, unser Haus und die Balkontür vom Arbeitszimmer:

Dieser Himmel!
Himmel, Weinfelder und Sonne.

Die Weintrauben sehen inzwischen schon wie richtige Weintrauben aus:

Ich hätte da noch ein Himmels-Foto:

Himmel, Hund, Weinfelder, Kirchturm …

Und noch ein letztes, kurz vor unserem Gartentor:

Ist das nicht ein toller Himmel.

Dieses Jahr scheint ein gutes Apfel-Jahr zu werden, unsere Bäume hängen voll:

Zum Schluss noch ein Foto, das Leo gemacht hat, als der Himmel noch nicht so wolkig war. Sonnenblumen werden nicht jedes Jahr auf den Feldern um uns herum angepflanzt, aber in diesem Jahr gibt es viele davon, und die sehen zur Zeit sehr schön aus:

Demnächst dann wieder hier mit weniger Himmel. Etwas weniger :-)

WmdedgT – Juli 2021

Und schon ist wieder der fünfte des Monats, und damit Zeit für die “Was machst du eigentlich den ganzen Tag”-Aktion bei Frau Brüllen.

Erst das übliche Programm: Kurz nach acht Uhr morgens, als ich nach unten kam, saß Jacques auf der Küchen-Fensterbank und freute sich, als ich ihn reingelassen und den beiden Katern Frühstück gemacht habe. Erste Hunde-Pinkelrunde, Hundefrühstück. Nachdem ich die Hühner aus dem Stall gelassen habe, habe ich auf dem Weg zum Hühnerstall mal wieder eine Scherbe gefunden – der Vorbesitzer unseres Hauses hatte dort im Garten ein Gewächshaus, das von den Erben abgerissen und der Schutt dann unter die Erde gepflügt wurde (was ich hier bestimmt schonmal erwähnt habe), und nach all den Jahren kommen immer noch regelmäßig irgendwelche Scherben oder sonstiges Zeug (Schlüssel, kleine Puppen, Gebisse von irgendwelchen Wildtieren, Kerzenhalter etc etc) ans Licht, auch an Stellen, wo die Hühner nicht gebuddelt haben. Die Erde transportiert das Zeug offensichtlich selbsttätig nach oben. Das Teil heute war vielleicht einmal ein Teller?

Beim Zähneputzen war ich ziemlich irritiert. Die Zahnpasta in der frisch geöffneten Tube war nicht mehr rötlich, sondern hellgrün, sie schäumt ganz fürchterlich und schmeckt ekelig süß. Als ich mir die Tube genauer ansah, fand ich den Vermerk « nouvelle formule » darauf, neue Rezeptur. Warum machen Leute sowas, eine Zahnpasta völlig umgestalten? Ich werde sie sicher nicht mehr kaufen.

Dann zum Kaffee Mails durchsehen, beantworten, Internet durchsehen. Anschließend habe ich einen Kuchen gebacken, diesen hier, und bin leicht ausgerastet, nachdem ich erst den Boden aufs Blech gestrichen habe und mich danach gefragt habe, ob denn eigentlich kein Backpulver in den Teig kommt. Natürlich kommt da Backpulver rein. Glücklicherweise ist der Teig recht flüssig, so dass ich ihn vom Blech schaben konnte, eine Packung Backpulver untergemischt und ihn dann nochmal aufs Blech gestrichen habe. Und er ist dann auch ganz gut geworden. Währenddessen war Leo mit den Hunden unterwegs.

Lucas ist heute 2 Wochen alt, und der erste Besuch bei der Kinderärztin stand an. Im Gebäude neben der Klinik in Lesparre sind Arztpraxen aller möglichen Fachrichtungen, auch Kinderärzte, dort war der Termin. Alles war in Ordnung, das ist schön. Das Gebäude ist kein architektonisches Highlight. Bis vor einiger Zeit war es ein Altenheim, und seitdem es ein neues Altenheim neben dem Klinikgelände gibt, dient das alte als Praxis-Gebäude.

Nachdem ich die beiden abgesetzt und tatsächlich einen Parkplatz ergattert hatte, bin ich zuerst zur Geburtsstation in der Klinik gegangen, um dort als kleines Dankeschön für die gute und nette Betreuung unter anderem den morgens gebackenen Kuchen abzuliefern. Anschließend war ich noch schnell in dem neuen Stoffladen, der vor ein paar Wochen schräg gegenüber des Klinikgeländes eröffnet hat, um ein Stück Stoff für eine Leggins zu kaufen. Der Laden ist ein Filialgeschäft meines Lieblings-Stoffladens bei Bordeaux, und ich bin sehr glücklich über die Eröffnung in Lesparre. Früher war Stoff-Einkauf immer eine größere Sache mit jeweils einer Stunde Hin- und Rückfahrt, und jetzt kann ich das einfach im Nachbarort erledigen.

Als wir wieder zuhause waren, haben wir erstmal die Ränder, die ich vom Kuchen abgeschnitten hatte, vertilgt. Der Kuchen ist wirklich superlecker und eigentlich auch ganz easy und entspannt zu machen, wenn man nicht gerade das Backpulver vergisst.

Danach hat Leo im Schweiße seines Angesichts die letzten Tomatenpflanzen eingepflanzt. Heute war es seit langem mal wieder so richtig heiß; die ganze letzte Zeit war es eher kühl und regnerisch. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir hier schonmal einen Juni mit so schlechtem Wetter hatten. Wegen der Hitze bin ich mit den Hunden mit dem Auto ein wenig außerhalb von Cissac zu einem Wald gefahren, wo wir zwischen Waldrand und Weinfeldern einen schattigen, schönen Spaziergang gemacht haben.

Gleich werden wir Essen, heute ohne Essensfoto, und dann mal sehen, was der Abend noch bringt.

Neue Zeiten

… sind bei uns angebrochen. Am 21. Juni hat meine Tochter ihren Sohn Lucas zur Welt gebracht. Das war ein paar Wochen früher als eigentlich erwartet, aber es verlief gut, und alle sind gesund und munter.

Der Kleine wurde in unserem Nachbarort Lesparre geboren, dort ist die einzige Klinik hier im Médoc, und in der gibt es auch eine « maternité », eine Geburtstation. Das ist eine sehr kleine Station; es gibt für die werdenden bzw. gewordenen Mütter 3 Einzel- und 4 Doppelzimmer, 2 Kreißsäle, einen Untersuchungsraum, ein Säuglings-Pflegezimmer zum Baden etc., und für den schlimmsten Fall der Fälle einen Reanimationssaal. Außer meiner Tochter war nur noch eine weitere Frau da, die ein Baby erwartete, daher war es eine sehr schöne, ruhige, fast familiäre Atmosphäre.

Ich war bei der Geburt dabei, das war ein sehr überwältigendes Erlebnis. Und das erste und wohl auch letzte Mal in meinem Leben, dass ich eine Nabelschnur durchgeschnitten habe.

Am nächsten Tag war ich in der « mairie » von Lesparre, dem Bürgermeisteramt, um den kleinen Lucas anzumelden. Wie die nette Frau beim « état civil », dem Standesamt, mir sagte, werden dort ca. 300 Neugeborene pro Jahr registriert, was ja nicht sehr viel ist, und die Tendenz ist sinkend.

Am Freitag durften die beiden dann nach Hause kommen, und die erste Autofahrt stand für den kleinen Lucas an. Er hat sie mit Bravour gemeistert.

Nach der Geburt kommt dann hier in Frankreich immer eine Hebamme ins Haus, wenn nötig auch mehrmals, um der Mutter mit Ratschlägen zur Seite zu stehen und um zu sehen, ob mit dem Baby alles in Ordnung ist. Lucas hatte in den ersten Tagen ein wenig abgenommen, aber mittlerweile nimmt er zur Zufriedenheit Aller ausreichend zu.

Es ist so schön, so einen kleinen süßen Zwerg im Haus zu haben. Und das Windeln wechseln klappt auch noch.

Baden findet er toll, so dass auch das Kapuzenhandtuch mit Ohren zum Einsatz kommen kann. Hier allerdings mit anderem Inhalt:

Wir freuen uns alle sehr über den kleinen Kerl, und Leo und ich sind sehr glücklich, die beiden hier zu haben :-)

Neue Zeiten werden auch bald in anderem Zusammenhang anbrechen. Unser Nachbarhaus, das Haus meiner verstorbenen Schwester, wird demnächst verkauft werden. Falls also jemand der Leserinnen und Leser dieses Blogs immer schon mal gerne ein sehr schön gelegenes Haus im Médoc mit supernetten Nachbarn (uns!) haben wollte, einfach melden.

12 von 12 im Juni 2021

12 von 12, das ist eine Aktion von Caro, bei der es darum geht, 12 Fotos am 12. Tag des Monats zu machen, zu veröffentlichen und dann in Caros Blog zu verlinken. Heute bin ich mal wieder dabei.

Der Hibiscus auf dem Foto da oben war ein Geschenk vom letzten Besuch. Die Blüten sind wunderschön und duften sehr intensiv.

Fotos vom frühen Morgen gibt es von mir heute nicht, da ich mal ein wenig länger geschlafen habe. Gestern war ich auf einer kleinen Shoppingtour in Bordeaux, da wir etwas von Ikea brauchten und ich mir ein Paar neue Schuhe kaufen wollte. Mittlerweile bin ich wohl schon so sehr Landpomeranze, dass mich solche Aktivitäten so arg schlauchen, dass ich am nächsten Morgen länger ausschlafen muss ;-)

Zum Spaziergang heute vormittag sind wir zum ersten Mal seit längerem wieder durch das hintere Gartentor gegangen, denn die Wiese dort wurde gestern gemäht (der Trecker steht da noch von gestern), so dass man wieder problemlos dort entlang gehen kann und sich nicht durch das Gras kämpfen muss, das höher war als ich:

Dafür steht der Wein jetzt so hoch, dass man das Schlösschen dahinter nicht mehr sieht:

Auf dem Weg kommt man an einem Wasserloch vorbei, das zwar nicht das sauberste ist, wenn das Wasser darin niedrig steht, aber bei der Hitze habe ich die Hunde trotzdem zum Abkühlen hineinspringen lassen. Vor lauter Freude hat sich Gaston anschließend auch noch auf dem Weg gewälzt und sah aus wie paniert:

Es ist wieder die Zeit, zu der überall die wilden Malven anfangen zu blühen, so dass zwischen den Weinfeldern bald alles lila gefärbt sein wird:

Wir sind ja ziemlich viel zu Fuß mit den Hunden unterwegs. Zu Anfang hatte ich zu den Spaziergängen einfache Turnschuhe an, aber inzwischen trage ich dazu fast nur noch gescheite Wanderschuhe, weil man damit hier im Gelände einfach besser laufen kann. Da sich bei meinem ältesten Paar die Sohle abgelöst hatte, habe ich gestern in Bordeaux nach Ersatz geschaut und auch welchen gefunden. Sie laufen sich super:

Meine neue Uhr sagt, ich bin 4836 Schritte spaziert. Ist jetzt nicht so viel, aber bei der Hitze kann man den Hunden nicht viel mehr zumuten. Und mir schon gar nicht.

Vor dem Gewächshaus stehen die ausgesäten Tomaten, die inzwischen so groß sind, dass sie nächste Woche ausgepflanzt werden:

Nach dem Spaziergang habe ich ein paar Holzleisten gestrichen, die Leo vor das Fenster vom Erdgeschoss-Bad montieren wird, damit ich daran ein Fliegengitter befestigen kann:

Dann haben wir gegessen. Zum Nachtisch gab es Puddingschnecken – gekaufte. Selbstgemachten Kuchen gibt es erst morgen wieder.

Nachmittags habe ich ein bißchen zugeschnitten und genäht. Ein Handtuch mit Kapuze und Ohren wurde gewünscht. Geht ziemlich fix, morgen werde ich es noch umranden.

Leo hat beim abendlichen Hundespaziergang ein Suchbild von Elly im Farn-Dschungel gemacht:

Und das obligatorische Abendessen-Foto – es gab heute Salade Niçoise:

Noch was zu der Wetteranzeige hier im Blog, zu der ich ja vor ein paar Tagen etwas geschrieben hatte. Ich habe jetzt das WordPress-Plugin, das bislang hier zu sehen war, rausgeworfen, da es trotz verschiedener Einstellungen falsche Werte anzeigt. Es tut mir zwar in der Seele weh, da ich vor langer Zeit mal all die Wetter-Icons selbst gemacht habe, aber egal. Man muss sich auch mal von etwas trennen können. Und jetzt ist hier die Wetteranzeige von weatherwidget.io zu sehen.

Ja und überhaupt, das Wetter: es ist wunderschön, zwar zum Spazierengehen manchmal zu heiß, aber immerhin kühlt es abends noch auf relativ angenehme Temperaturen ab. Die Amseln singen, die Schwalben flitzen schreiend ums Haus, alles blüht und duftet. Schön ist’s hier.