Wetter

Heute war dicker Nebel, von frühmorgens bis abends, das hatten wir lange nicht mehr so extrem. Bei meinem Vormittags-Hundespaziergang kam ich mir manchmal vor wie in Watte, kein Geräusch war zu hören, und viel zu sehen war auch nicht.

An manchem Bäumen hingen bizarre Kunstwerke, von der Kälte geschaffen:

Und noch mehr Nebel:

Zwischen den Weinfeldern liegen die « sarments », die abgeschnittenen Äste der Weinstöcke an manchen Stellen hoch gestapelt:

Gestern dagegen hatten wir ab morgens strahlenden Sonnenschein und eisige Kälte:

Das war dann auch der Tag, an dem die Batterie unseres Autos endgültig schlapp machte. Mit unserem Starthilfe-Teil konnte Leo den Wagen starten, so dass wir nach Lesparre fahren konnten, um eine neue Batterie zu holen.

12 von 12 im Januar 2022

Auch in diesem Monat mache ich gerne wieder mit bei der Aktion 12 von 12 und zeige hier im Blog 12 Fotos vom 12. Tag dieses Monats.

Nach einigen Regentagen war es heute wieder schön, aber auch knackig kalt, knappe 0 Grad heute früh, wie auf dem Thermometer oben zu sehen ist. In den nächsten Tagen soll es so bleiben, mit Tagestemperaturen unter 10 Grad, aber Sonne. Das freut uns.

Als ich heute morgen nach unten kam, wurde ich schon erwartet:

(Ja, da steht auch noch Weihnachtsdeko auf dem Schrank.)

Hinter dem Araucana-Huhn sieht man den Raureif auf der Wiese:

Die Sonne war gerade aufgegangen:

Bei Bedarf bekommt man hier im Dorf von der Gemeindeverwaltung kostenlos einen Container bzw. einen großen Anhänger für Gartenabfälle zur Verfügung gestellt. Dieser Container steht gerade bei uns, denn zur Zeit wird der Garten des Nachbarhauses für den Verkauf schön gemacht – nicht von uns, sondern von einem, der das beruflich macht und nicht allzu teuer ist. Dieser Container wurde heute morgen zum – ich weiß gar nicht mehr, sechsten? siebten? Mal mit einem Trecker abgeholt, da er voll war, und leer wieder zurückgebracht. Noch eine Fuhre, dann ist der Garten wohl fertig.

Vormittags war ich erst bei unserem Dorfbäcker, Brot holen. So sieht das da aus, rechts daneben ist die Post:

Anschließend war ich mit den Hunden spazieren, durch Wald und Weinfelder:

Dan haben wir gegessen, das frische Brot unter anderem mit diesem hier:

So etwas gibt es hier nicht zu kaufen; es war in einem Weihnachtspaket aus Deutschland.

Lucas isst zwar noch kein Brot, hält es aber gerne fest:

À propos Lucas: Unser letzter lieber Besuch hat für Lucas zwei Pullover gestrickt, die nun langsam zu klein werden. Damit er auch weiterhin so schöne Pullover anziehen kann, habe ich – nach gefühlt hundert Jahren – wieder angefangen zu stricken. Momentan übe ich noch, mit einem alten Wollknäuel, auf dem noch ein DM-Preis steht 😂 (also DM nicht wie der Drogeriemarkt, sondern D-Mark). Ich habe ein paar Stricknadeln bestellt, und bis die hier sind, übe ich weiter:

Zum Abendessen gab es Linseneintopf, sehr lecker und gerade das Richtige bei der Eiseskälte draußen.

Mir fehlt ein zwölftes Foto. Dafür habe ich aber ein Video, und zwar für alle diejenigen, die an Weihnachten Sissi im Fernsehen verpasst haben, oder für die, die Sissi nicht kennen, oder für die, die nicht viel Zeit haben: Sissi in 30 Sekunden:

Sissi der Film in 30 Sekunden

WmdedgT – Januar 2022

Der fünfte eines Monats ist traditionell der Tag für “Was machst du eigentlich den ganzen Tag”, kurz WmdedgT, die monatliche Bloggingaktion bei Frau Brüllen. Was haben wir gemacht?

Zunächst mal sind wir nicht sehr früh aufgestanden, haben das übliche Viecher-Programm abgespult, Kaffee getrunken, Weihnachtskeks dazu gegessen.

Dann waren wir im « Magasin des producteurs », das ist ein kleiner Laden am Ortsrand, wo es Produkte von Bauern, Viehzüchtern, Weinbauern etc. hier aus der Gegend gibt, um ein paar Kleinigkeiten zu kaufen.

Anschließend ist Leo weitergefahren, um noch mehr einzukaufen, und ich bin mit den Hunden gelaufen. Da das Wetter heute mal wieder sehr schön war, wurde der Spaziergang etwas ausgedehnter.

Um 14 Uhr war ich dann verabredet mit einem Herrn, der im Nachbarhaus eine « ramonage » durchführen sollte, eine Reinigung des Kaminofens und der Abzugsrohre. Vor dem Verkauf des Hauses muss so eine Reinigung durchgeführt und bescheinigt werden. Dummerweise hatte er die Reinigungsutensilien nicht in der richtigen Größe dabei, so dass er nochmal wiederkommen wird.

Dann haben wir draußen bei dem schönen Wetter eine kleine Fotosession gemacht – ich habe Leo in der Sweatshirt-Jacke fotografiert, die ich ihm zu Weihnachten (bzw. nach Weihnachten, da ich den Stoff zu spät bestellt hatte) genäht habe:

Danach habe ich mich noch kurz an die Nähmaschine gesetzt und ein weiteres Sabber-Lätzchen für Lucas genäht. Der Durchsabberungs-Faktor dieser Dinger ist im Moment sehr hoch 😀 Aber sie sind schnell gemacht (die Farbe sieht nur etwas blässlich aus auf dem Foto):

Abends waren wir zum Raclette-Essen eingeladen, das war sehr schön. Jetzt sind wir wieder zuhause und es ist Nacht und ich bin soooo müde …

Der Rest vom Dezember

Ist ja schon fast ein Ritual – zum Monatsende kommen jetzt noch ein paar Kleinigkeiten aus diesem Monat.

Zunächst mal: Wer diesen Blog nicht mit einem Feedreader liest, sondern in einem Webbrowser, hat vielleicht festgestellt, dass es hier ein wenig anders aussieht als vorher. Ich brauchte mal einen kleinen “Tapetenwechsel” und habe außerdem einigen unnötigen Kram rausgeworfen. Funktionieren müsste alles wie vorher – falls das nicht so sein sollte, bitte melden.

Zu dieser Jahreszeit ist der Blick morgens von unserem Bett aus dem Fenster besonders schön; wir müssen nur die Nasenspitze heben und sehen zwischen den Ästen des Baums vor unserer Tür die Sonne aufgehen. Natürlich nur wenn es nicht grad regnet, wie es nach Weihnachten ausgiebig der Fall war.

Vor Weihnachten war es ziemlich kalt mit Temperaturen unter 0 Grad, das ist ja nicht so häufig hier. Morgens sah es richtig winterlich aus, Raureif überall, das gefrorene Gras krachte unter den Schuhen. Wenn die Sonne im Laufe des Vormittags rauskam, schmolz das alles aber schnell weg.

Mehr als 200.000 Neuinfektionen gab es in Frankreich gestern und vorgestern – jeweils; der Inzidenzwert ist hier bei fast 1050. Ich kann es irgendwie kaum noch ertragen, so etwas zu lesen. In der letzten Woche haben Leo und ich unsere Booster-Impfungen bekommen, diesmal mit dem Moderna-Impfstoff. Ich habe so gut wie nichts gemerkt hinterher, nur der Arm tat weh und ich war ein wenig müde, was aber auch an mangelndem Schlaf in der Nacht vorher gelegen haben kann. Leo war ein bißchen schlapp, aber auch das legte sich bald. Wir haben uns in der Apotheke hier im Ort impfen lassen, wie auch schon die beiden Male vorher. Das passiert dort im Moment im Minutentakt, die zu Impfenden geben sich da praktisch die Klinke des kleinen Raums, im dem geimpft wird, in die Hand. Auf dem Weg durch den Ort nach Hause konnten wir die leuchtende Weihnachtsdeko bewundern, die an der “Hauptstraße” von Cissac erst ein paar Tage vorher aufgehängt worden war, also erst Mitte Dezember. Das Foto ist zwar unscharf, aber in Realität sieht es auch nicht viel besser aus:

Bei einem Spaziergang auf einem Waldweg spätnachmittags in der Nähe von Lesparre hatten wir ein beeindruckendes Erlebnis. Wir bemerkten große Vögel, die durch die Luft flogen, und auf einer Pinie sahen wir dann mindestens 30 davon sitzen und hörten sie klappern: Störche! Auch dieses Foto ist dank Handyzoom unscharf, aber sie sind zu erkennen:

Am Anfang dieses Waldweges steht recht einsam ein Haus. Manchmal läuft dort hinter dem Zaun ein Hund herum, aber an dem Tag stand dort eine Frau, die offensichtlich dort wohnt und die das Storchen-Schauspiel ebenfalls bewunderte. Sie sagte, die Tiere kämen schon seit mehreren Monaten jeden Nachmittag ungefähr um die gleiche Zeit und ließen sich dort nieder. Faszinierend, besonders vor dieser Kulisse des rotgefärbten Himmels:

Ein neues Technik-Gadget ist bei uns eingezogen. Da die Hunde nach jedem Spaziergang gefühlt ein Kilo Sand im Flur abladen, kommen wir mit dem Staubsaugen nie hinterher. Deswegen haben wir uns letzte Woche einen Staubsauger-Roboter gekauft, der nun im Erdgeschoss seine Runden zieht. Er macht seine Sache gar nicht schlecht, hängt nur manchmal unter dem Herd fest.

Gestern war wunderschönstes Wetter, das zu einem Strandspaziergang einlud. Wir waren bei Montalivet:

Seit langer Zeit haben wir mal wieder einen Sonnenuntergang am Meer miterlebt:

Allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs einen schönen Start in das neue Jahr! Wir hoffen bzw. wünschen euch und uns, dass 2022 ein gutes Jahr wird!

Spaziergang in Le Gurp

Gestern war ich in Le Gurp spazieren.

Elly und ihre neue Bekanntschaft Barney waren auch wieder dabei. Zuerst waren wir auf dem Gemeinde-Campingplatz von Le Gurp, auf dem jetzt im Spätherbst/Winter keine Camper sind. Es ist ein sehr großes Gelände mit riesigen Pinien, sehr schön zum spazierengehen. Der Campingplatz liegt direkt am Meer. Dort kann man bestimmt schöne Urlaube verbringen, wenn man Camping mag.

Der zweite Teil des Spaziergangs fand am fast menschenleeren Strand statt.

Auch dort stehen ehemalige Bunker des Atlantikwalls.

Auf dem Rückweg bin ich durch den Ort Vensac gefahren, da gibt es jede Menge Weihnachtsdeko vor der Mairie:

Schön war’s.