WmdedgT – Dezember 2019

Heute ist der 5. Dezember, und traditionell fragt Frau Brüllen am 5. jedes Monats “Was machst du eigentlich den ganzen Tag”. In diesem Monat sind wir mal wieder mit unserem Tagesablauf dabei.

Morgenkaffee

Den Kaffee zum Wachwerden gibt’s zur Zeit natürlich aus den Advents-Tassen.

Eierfund

Dann Frühstück für Hunde, Katzen und Hühner. Dass Hühner im Winter weniger Eier legen als im Sommer, ist wohl normal. Merkwürdig war nur, dass sie plötzlich so gut wie gar keine mehr gelegt haben – das glaubten wir zumindest. Aber nun hat Leo unter diversen Büschen und Sträuchern mehrere Eiernester gefunden. Dabei ist doch gar nicht Ostern. Ein Huhn legt immer noch anständig ihr Ei in das Pondoir am Stall, aber die anderen lassen sich jeden Tag einen neuen Legeort einfallen. Sind halt echte Freilandhühner.

Spazierweg

Anschließend sind Leo und die Hunde zum Vormittagsspaziergang aufgebrochen. Im Moment ist es kalt hier, aber sonnig. Im November hat es aber mordsmäßig geregnet, ohne Gummistiefel geht zur Zeit gar nichts. Das, was hier auf dem Foto zu sehen ist, ist kein Bach, sondern eigentlich ein Spazierweg. Die Hunde fanden es gut, und Leo musste am Rand entlang balancieren.

Im Krankenhaus

Ich war währenddessen in Lesparre im Krankenhaus und habe Leos Mutter besucht, die dort liegt, weil sie sich den Oberschenkelhals gebrochen hat. Irgendwie bleibt uns im Moment nichts erspart. Im Krankenhausflur steht ein verlorener Weihnachtsbaum, und das schiefe Schild passt gut in die Atmosphäre. (Es steht allerdings nicht drauf “Dies ist ein Weihnachtsbaum” sondern “Radiologie Scanner”.)

Rettungshubschrauber

Als ich wieder dort wegfuhr, flog gerade der Rettungshubschrauber ab und hat das restliche Laub von den Bäumen gepustet.

Anschließend Kurzeinkauf. Die Bemühungen um Mehrsprachigkeit des Leclerc-Supermarktes in Lesparre sind legendär. Ich habe Leo heute zwei Tuben Schönheit mitgenommen, mal sehen, ob’s was nutzt.

Quilt

Nachmittags habe ich diese Reihe fertig genäht. Ich mache zur Zeit mit bei einem “Quilt-Along”, das ist eine Aktion, bei der viele Leute gleichzeitig den gleichen Quilt nähen. Wie der am Ende aussehen wird, weiß man noch nicht, da nur alle vier Wochen das Muster für die nächste Reihe veröffentlicht wird, und da er aus 12 Reihen bestehen wird, geht das Ganze bis nächstes Jahr im November. Es gibt für die TeilnehmerInnen (ca. 4500) eine Facebook-Gruppe, in der eigentlich ganz klar alles erklärt wird, was man wissen muss. Trotzdem kommen jeden Tag wieder und wieder die gleichen Fragen, es ist faszinierend. Außerdem habe ich meinen Instagram-Account entstaubt und nutze ihn nun, um dort meine “Fortschritte” zu dokumentieren. Auch das ist faszinierend, wie viele Likes es dort gibt für ein paar zusammengenähte Stoffstreifen – das ist richtig gut fürs Ego 😂 Auch für die Ohren gibt es was, nämlich eine Spotify-Playlist, zusammengestellt aus den Musikvorlieben meiner Mit-QuilterInnen. Wobei mir die ein wenig zu arg gemischt ist für meinen Musikgeschmack. Aber ansonsten macht die Aktion Spaß.

Neue Frisur? Neues Kleid? Den Witz versteht wahrscheinlich keiner …

Dann war heute Hühnerstall-Reinigung fällig. Leo macht das jetzt mit Profi-Maske, damit er das ganze feine Sandzeug nicht einatmet und der Geruch erträglicher ist.

Sonne geht unter

Die Hunde und ich haben noch einen Abendspaziergang gemacht.

Anschließend habe ich nochmal meine geschäftliche Seite begutachtet, die ich nun endlich auf ein Design umgestellt habe, das auch auf Mobilgeräten gescheit aussieht. Wurde ja auch allerhöchste Zeit.

Gemüseeintopf

Gleich werden wir uns diesen köstlichen Gemüseeintopf schmecken lassen.

Gute Nacht.

Und dann gute Nacht.

Himmel

Das Wetter ist momentan sehr abwechslungsreich, und entsprechend abwechslungsreich sieht auch der Himmel aus. Mich fasziniert das immer sehr, und dementsprechend häufig fotografiere ich das 😊 Daher gibt es hier heute eine kleine, fast kommentarlose Auswahl aus meiner Himmels-Sammlung der letzten Tage. Nicht immer ist es mir gelungen, nach der Aufnahme des jeweiligen Fotos noch im Trockenen nach Hause zu kommen.

Mit Vollmond.
Heute abend.

Neues und Altes

Letzten Dienstag, ein nebliger Morgen. Das Tor in unserer Einfahrt sieht bemitleidenswert aus und wird nur noch durch Spanngurte vom Auseinanderfallen abgehalten.

Kurz darauf steht ein Wagen vor dem Tor, mit einer langersehnten Ladung:

Was kommt denn da?

Ein paar Stunden später:

Ein neues Tor!

Im September waren wir endlich dazu gekommen, uns mal Kostenvoranschläge für ein neues Tor einzuholen. Nachdem das Angebot einer Firma hier im Ort dann noch wesentlich günstiger war als das erste von einer Firma bei Bordeaux, haben wir bestellt. Das Tor ist aus Aluminium. Man kann es mit einem Finger öffnen und schließen, es ist kein Herumgeruckel an der Arretierung am Boden mehr notwendig, und es muss auch nicht beim Öffnen und Schließen mühsam hochgehoben werden. Außerdem ist es blau. Leo wollte kein Tor in langweilig-dunkelgrau-anthrazit-schwarz, wie alle Nachbarn sie haben. Ich war erst skeptisch, habe mich dann aber zu dunkelblau überreden lassen, und das war wirklich eine gute Entscheidung. Ist es nicht wunderschön? 😃

Was sonst noch so passiert ist in der letzten Zeit:

Wir hatten einige nette Besucher. Mit einem war ich in Bordeaux, seit langer Zeit mal wieder:

Monument aux Girondins

Andere Besucher hatten eine Jenny dabei:

Jenny und Gaston

Gaston ist sechs Jahre alt geworden.

Geburtstagshund

Es gibt einen neuen Hundeclub, 30 KM von uns entfernt. Das Team dort besteht aus fünf Hundetrainerinnen, die vorher in dem “alten” Hundeclub waren, in dem wir auch mit Gaston und Elly waren. Die fünf Frauen sind allesamt aus dem alten Club rausgeflogen, da sie es gewagt hatten, in einigen Dingen anderer Meinung zu sein als die Clubchefin. Nun haben sie einen eigenen Club gegründet. Es gab eine tolle Eröffnungsfeier, an der wir auch teilgenommen haben, und wir sind nun auch dort angemeldet. Ich war ein paar mal samstags mit Elly da – sie ist zwar ziemlich erziehungsresistent, aber es macht trotzdem Spaß, und die Leute, die wir ja von früher schon kennen, sind total nett. Das Gelände ist sehr schön gelegen, man kann kilometerweit über die Felder schauen. Und für uns hat es noch den Vorteil, dass es nur halb so weit ist wie vorher zum “alten” Club.

Neuer Hundeclub

Am Wochenende ist der erste Herbststurm hier über die Region gefegt, mit nächtlichem Blitz und Donner. Auch in den nächsten Tagen soll es immer mal wieder regnen, das hebt die Laune enorm 😐

Wetter heute. Da war grad kein Regen.

Ansonsten können wir nicht über einen Mangel an täglichen Ereignissen klagen, ganz im Gegenteil, aber wie ich bei meiner kurzen Meldung letzte Woche ja schon geschrieben habe, gehören all diese Ereignisse nicht hierher, in die Öffentlichkeit des Internets. Ich hatte schon überlegt, den Blog hier komplett einzustellen, aber Leo meinte, das sollte ich nicht tun. Also wird es auch in Zukunft hochinteressante Landschafts- und Hundefotos hier zu sehen geben 😁

Zehn Jahre

10 Jahre, so lange ist es her, dass ich hier zum letzten Mal etwas geschrieben habe? Gefühlt vielleicht, aber nein. 10 Jahre ist es heute her, dass der Notar den Kaufvertrag für unser Haus besiegelt hat und wir stolze Hausbesitzer sind (und, wie auf dem Foto zu sehen, diverse Schlösser ausgewechselt haben). Das wollte ich hier im Blog nicht unbemerkt lassen. Es ist viel passiert, seitdem es hier das letzte Mal etwas zu lesen gab, aber all das gehört hier nicht hin. 2019 war bislang nicht eines der besten Jahre. Aber es wird (hoffentlich) wieder besser, und vielleicht wird es dann auch mal wieder mehr hier zu lesen geben. Und jetzt wird gefeiert. Prost!

WmdedgT – Juli 2019

Ja, es gibt uns noch, danke der Nachfragen. Und ich nehme die heutige “Was machst du eigentlich den ganzen Tag”-Aktion zum Anlass, hier mal wieder was zu schreiben. Zur Zeit ist alles etwas anders bei uns. Leos Mutter ist seit dreieinhalb Wochen im Krankenhaus, sie wurde operiert und es geht ihr körperlich wieder recht gut. Auch schon einige Wochen vorher waren diverse Arzt- bzw. Facharztbesuche notwendig, dadurch ist vieles im Garten und Haushalt liegengeblieben, und es fehlt immer noch die Zeit für ganz viele Sachen. Aber das ist halt momentan so und geht nicht anders, die Prioritäten haben sich geändert. Und unser Tagesablauf hat sich auch geändert.

Natürlich muss die tägliche Routine wie gewohnt weiterlaufen, die Hühner z.B. lassen sich ja nicht einfach abstellen. Sie werden morgens als erstes – bei heute bereits knapp 30 Grad – rausgelassen (Jacques ist wie üblich dabei, wer genau hinschaut, kann ihn auf dem Bild finden):

Guten Morgen, Hühner.

Dann Kaffee, Hundefrühstück, Hühnerfrühstück, Kaffee, Wäsche in die Waschmaschine, Kaffee, Mails durchschauen, ob es was Wichtiges gibt. Den weiteren Tagesablauf gestalten wir täglich abwechselnd. Heute ist Leo am Vormittag ins Krankenhaus nach Lesparre gefahren, ca. 12 KM von uns entfernt:

Klinik in Lesparre

Das ist nicht so klein, wie es aus diesem Blickwinkel wirkt, das ist auch nicht etwa der Parkplatz der Klinik, sondern das sind nur die Autos der Leute, die das “accès interdit”-Schild (“Zufahrt verboten”) ignoriert und somit 100 Meter Fußweg gespart haben, um direkt neben dem Rettungshubschrauber-Landeplatz statt auf dem Parkplatz zu parken.

Währenddessen war ich dran mit der vormittäglichen Hunderunde bei inzwischen über 30 Grad:

Heiß!

Hinter dem großen Baum in der Mitte ist ein kleiner Bach. Der wird, gerade bei diesem Wetter, von den Hunden immer gerne zur Abkühlung genutzt. Das Problem ist, dass dieser Bach bei der momentanen Hitze ziemlich ausgetrocknet und eher ein dunkler Tümpel ist. Bei Ellys kurzem Fell ist das nicht so schlimm, aber Gaston roch, nachdem er sich abgekühlt hatte, sehr tümpelhaft. Daher bekam er, als wir schwitzend und schweißtriefend (ich zumindest) wieder zu Hause waren, noch eine Dusche, die ihm gut gefallen hat:

Duschen.

Anschließend hatte ich mir auch eine Dusche verdient. Als nächstes habe ich die Ärgernisse neben der Haustür beseitigt:

Jämmerlich.

Eigentlich sollten hier, wie fast in jedem Jahr, schwarzäugige Susannen ranken und vielleicht auch schon blühen. Aber nach der Aussaat tat sich erst gar nichts, und das, was dann doch noch gewachsen ist, war plötzlich fast ratzekahl von Schnecken weggefressen. Also musste etwas Neues her:

Sternjasmin neben der Haustür

Sternjasmin ist es geworden, links schon mit Rankgitter, rechts noch ohne. Sieht schön aus und duftet wunderschön. Hier nochmal aus der Nähe:

Sternjasmin

Als Leo gegen 15 Uhr von der Klinik- und Einkaufstour wieder zurück war, haben wir uns ein wenig gestärkt:

Ei.

Anschließend Haushaltskram und so. Dann nochmal das gleiche Programm mit verteilten Rollen, Leo zieht mit den Hunden los – Hundefotos gab es schon genügend heute, daher ein Foto, auf dem zu sehen ist, wie groß die Weintrauben auf den Feldern um uns herum schon sind:

Weintrauben.

Und ich fahre ins Krankenhaus. Inzwischen kennen wir die Schleichwege in dem Gebäude.

Krankenhaus, Hintereingang.

Gegen zwanzig Uhr sind wir alle wieder zu Hause, die Hunde bekommen was zu Essen und wir ein kühles Bier. Zwei Stunden später essen wir dann auch – der Uhrzeit angemessen heißt das Gericht Bauernfrühstück 😊

Bauerfrühstück

Und jetzt gute Nacht.