Kurzes Update

So richtig scheint das nichts mehr zu werden mit regelmäßigen Beiträgen hier im Blog. Ich weiß auch nicht. Die Zeit fehlt, die Stimmung, die Energie … Heute zumindest mal ein paar Fotos aus der letzten Zeit.

Das auf dem Foto oben sind Bienen in einer Kürbis-Blüte. Nicht nur die Blüten sind riesig, auch die inzwischen geernteten Kürbisse:

Kürbisse.

Wir hatten und haben auch sonst in diesem Jahr viel zu ernten:

Ernte.

Die Pflaumen sind in Kuchen und Muffins gelandet, und Leo hat einige Gläser eingekocht. Die Tomaten sind sehr reichlich und geschmackvoll, und es kommen täglich neue reife dazu. Die Birnen sind so lecker, dass wir sie einfach so essen. Aus einem Teil der Äpfel wurde Apfelmus und dieses dann eingefroren. Und es erwarten uns noch viel mehr Äpfel. Einige der Quitten wurden zu einer leckeren Mahlzeit mit Lammhackfleisch und gebratenem Couscous mit Tomaten. Die Mirabellen, die als erste reif waren, sind alle schon weg und haben es daher nicht mehr aufs Foto geschafft.

Sonst so im Garten? Die kleine Ara ist in der Mauser und sieht sehr gerupft aus:

Araucana in der Mauser.

Die Trauben in den Feldern um uns herum brauchen nicht mehr lange:

Bald reif.

Wir haben inzwischen so ziemlich alles, was noch in den zwei ehemals von Leos Mutter genutzten Zimmern stand, entsorgt. Das war nicht wenig, wir haben mehrere Fahrten mit fast randvollem Auto gemacht:

Vollbeladen.

Wir haben alles zu Emmaüs in einen Vorort von Bordeaux gebracht. Emmaüs ist eine Organisation, die Obdachlose, Bedürftige und Leute, die irgendwie durchs soziale Netz gefallen sind, unterstützt. Die Leute wohnen und arbeiten zum Teil in diesen Einrichtungen, und die Sachen, die man dort hinbringt, kommen ihnen entweder direkt zugute, oder sie werden verkauft bzw. wenn nötig vorher aufgearbeitet. So sieht es dort auf dem Hof aus:

Bei Emmaüs.

Eins der zwei Zimmer haben wir vorgestern gestrichen:

Fleißig.

Eigentlich sollte das Zimmer unserem nächsten Besuch Anfang September als Gästezimmer dienen. Leider ist es nun aber so, dass bei der Corona-Unterteilung der Départements in grün und rot unser Département, Gironde, jetzt seit ein paar Tagen rot ist; die Infiziertenzahlen gehen rapide in die Höhe. Das ist übrigens nicht nur hier (Gironde = Atlantikstrand) so, sondern auch im Süden am Mittelmeer – den Touristenströmen sei “Dank”. Auf jeden Fall bekommen wir nun keinen Besuch Anfang September, denn es ist zu unklar, wie sich alles weiter entwickelt, ob eventuell bei “Grenzübertritt” Quarantäne angeordnet wird, ob man überhaupt nach Frankreich einreisen kann, und wenn man drin ist, ob man wieder rauskommt. Alles blöd.

In den nächsten Tagen werde ich mich daran machen, die äußeren Fensterrahmen zu streichen. Es ist jetzt ja ca. zehn Jahre her, dass sie gestrichen wurden, und inzwischen sehen sie etwas mitgenommen aus:

Der Lack ist ab.

Und zwischendurch dürfen schöne Spaziergänge nicht fehlen:

Lac d’Hourtin.

WmdedgT – Juli 2020

Heute ist der fünfte Juli, und wie am fünften jedes Monats will Frau Brüllen auch heute wieder wissen, was die Bloggergemeinde den ganzen Tag lang so macht und nennt das “WmdedgT”, Was machst du eigentlich den ganzen Tag. Also, unser Tag:

Es ging damit los, dass im Morgengrauen eine Horde Vögel in der Regenrinne, die direkt über unserem (geöffneten) Schlafzimmerfenster ist, Randale gemacht hat. Keine Ahnung, was da los war, es klang nach einem heftigen Kampf und dauerte einige Minuten. Und ich konnte danach erstmal nicht wieder einschlafen 😠

Nach doch noch etwas Schlaf dann Hühner rauslassen, Katzen füttern, Hunde füttern, Kaffee trinken, Hühner füttern, wie jeden Tag.

Katzenfrühstück.

Es ist ziemlich bewölkt, was die Urlauber hier in der Gegend nicht so sehr freuen wird. Gestern haben hier die Sommerferien angefangen (wir waren unterwegs, und es war richtig VOLL, im Supermarkt, auf den Straßen und am Lac d’Hourtin, wo wir spazieren gegangen sind).

Bewölkt.

Leo hat das Vogelhäuschen repariert, das ich ja, wie vor kurzem erwähnt, demoliert hatte.

Neuer Vogelhaus-Ständer.

Das Dach vom Häuschen sah nicht mehr so gut aus, daher habe ich geschaut, was unsere Garage so an Farbe hergibt und mich für rot entschieden:

Morgen nochmal überstreichen.

Vor kurzem hatte ich als Dank für einige genähte Masken eine Blumenschale mit einer Orchidee und drei anderen Pflanzen geschenkt bekommen. Orchideen und ich, zu dem Thema haben die Sparks mal ein Lied geschrieben, “This town ain’t big enough for the both of us”. Und ja, it ain’t me who’s gonna leave, es war leider die Orchidee, die nicht überlebt hat. Die drei anderen Pflanzen, die in der Schale waren, habe ich umgepflanzt, die dürfen jetzt frische Luft genießen, nachdem sie bislang nur mit der Orchidee im Topf eingepfercht im Wohnzimmer gestanden hatten.

Überreste, vor dem Umtopfen.

Ab und zu kommt die Sonne ein wenig raus. An der Haustür klebt irgendwas grünes in der Sonne, bei näherem Hinsehen ist es ein Insekt, das auch brav sitzen bleibt, bis ich ein Foto gemacht habe. Mir fällt ein, dass ich so ein Tier schonmal an der Haustür fotografiert habe; ich suche und finde es: ziemlich genau vor 10 Jahren war das. Damals wusste ich auch nicht, was für ein Insekt das war, aber jetzt habe ich nachgeschaut: Phasmatodea nennt es sich, zu deutsch Stab- oder Gespenstschrecke.

Gespenstschrecke (Phasmatodea)

Leo ist währenddessen mit den Hunden zwischen den Weinfeldern unterwegs und bringt ein schönes Trauben-Foto mit:

Wein

Gaston hat sich mal wieder in eine Schlammpfütze gelegt und muss abgeduscht werden:

Dusche

Dann gibt es einen Mittagssnack:

Mittagssnack

Anschließend gibt es für Leo einen Mittagsschlaf, ich setze mich an den Computer, schreibe diese Worte hier und mache dann ein paar WordPress-Updates.

Dann wird es Zeit für den Abendspaziergang. Ich mache vorher noch ein Foto von einer Pflanze, die neben dem Hühnergehege wächst – sie sieht schön aus, auch wenn sie hier auf dem Foto nicht so gut getroffen ist. Ich wollte immer schon wissen, wie sie heißt. Seit kurze habe ich die App Flora incognita auf dem Telefon, damit lässt sich sowas einfach bestimmen: es ist eine Staude, ein “gewöhnlicher Wasserdost”, Eupatorium cannabinum. Aha.

“Gewöhnlicher Wasserdost”

Wir drehen eine Runde durch die Weinfelder. Die Sonne hat sich endgültig verzogen, es sieht nach Regen aus.

Leo hat, während wir unterwegs waren, mal wieder ein Versteck gefunden, in das die Hühner im Gemüsegarten ihre Eier legen:

Eierversteck.

Eben gab es das obligatorische “Feierabendbier”. (Nein, ich bekomme kein Geld dafür, dass hier Biersorten erkennbar sind.)

Gleich werden wir essen, davon gibt es heute kein Foto. Aber etwas anderes liegt mir noch am Herzen. Wie die eine oder der andere weiß, verbringt meine Tochter dieses Jahr auf Kuba. Informationen über Kuba sind sehr selten in deutschen Medien zu finden (in französischen übrigens ebenso), dafür werden Leo und ich zur Zeit damit aus erster Hand versorgt. In Kuba mangelt es an vielen Dingen, Grundnahrungsmittel gibt es zum Teil nicht zu kaufen bzw. sie sind rationiert, und wenn es in einem Geschäft mal etwas “Besonderes” gibt, bilden sich lange Schlangen davor, in denen die Leute drei bis vier Stunden warten. Oder es gibt Probleme mit der Gasversorgung, so dass die Leute nicht kochen können. Oder Geldsendungen kubanischer Familienangehöriger aus dem Ausland sind nicht mehr möglich. Oder oder oder … Das Embargo der USA gegen Kuba, das unter Trump wieder verschärft wurde, ist einer der Hauptgründe dieser Probleme.
Seit dem ersten Juli hat Deutschland den Vorsitz im Rat der EU und könnte diese Ratspräsidentschaft u.a. dazu nutzen, konkrete Maßnahmen gegen die Kuba-Blockade der USA zu ergreifen. Hierzu gibt es eine Online-Petition. Wer die Petition unterstützen möchte, findet unter diesem Link genauere Informationen dazu und muss nur seinen Namen und die Mail-Adresse auf dieser Seite angeben – das kostet nichts, tut nicht weh und kann vielleicht dazu führen, die Lebensbedingungen der Menschen auf Kuba zu verbessern.
Wer mehr über den Alltag und das Leben auf Kuba lesen will, wird z.B. im Blog Cuba heute oder auf amerika21 fündig.

Tagesausflug

Am letzten Freitag haben wir uns morgens auf den Weg gemacht nach Bordeaux, denn ich hatte dort vormittags einen Termin im Konsulat. Die Gültigkeit meines Ausweises läuft bald ab, und nach dem Ende des « confinement » konnte ich mich dann endlich darum kümmern, einen neuen Ausweis zu bekommen. Das läuft so ab, dass man erstmal alle nötigen Unterlagen per Mail ans Konsulat schickt, und wenn alles ok ist, erhält man einen Termin, zu dem man mit den Original-Unterlagen dort erscheinen soll. Der Termin war nun vorgestern.

Eigentlich waren wir ganz gut in der Zeit, aber was machen Dorfmenschen zunächst mal, wenn sie in die große Stadt kommen? Sie verfahren sich. Eine Straße auf der Strecke, die wir früher oft gefahren sind (zu der Zeit, als wir noch zwei mal wöchentlich in Bordeaux in irgendwelchen Baumärkten waren), war nun für PKW gesperrt, dort verläuft jetzt eine Straßenbahnstrecke. Unser Navi war mal ein Werbegeschenk, dementsprechend ist seine Qualität, aber nach einigem Herumgefahre kamen wir kurz nach elf am Konsulat an. Die freundliche Dame, die für Ausweise zuständig ist, sitzt dort hinter einer Panzerglasscheibe, unter der so ein Schiebe-Fach ist, wie es sie früher in Banken gab, und die Unterhaltung läuft über eine Sprechanlage. Nach ein paar Minuten war schon alles erledigt. Den neuen Ausweis bekomme ich dann zugeschickt.

Leo hatte währenddessen einen Parkplatz in der Nähe gesucht und gefunden. Mit Hilfe einer App auf dem Telefon, die uns zeigt, wo der/die andere gerade ist, habe ich ihn dann gefunden. Für solche Gelegenheiten ist das ganz praktisch.

Gefunden.

Das Konsulat liegt in der Nähe des « jardin public », das ist ein botanischer Garten mitten in Bordeaux. Seit dem 22. Juni ist er wieder geöffnet (während des confinement war er geschlossen), so dass wir dort mit den Hunden spazieren gehen konnten.

Es ist eine sehr schöne grüne Oase in der Stadt. Ich habe hinterher mal ein wenig über den botanischen Garten nachgelesen – er wurde bereits 1746 angelegt und ist fast 11 ha groß. Viele der Bäume sind weit älter als 100 Jahre und entsprechend groß. Hier sieht man z.B. Magnolien, die zwischen 104 und 156 Jahren alt sind und um die 27 Meter hoch:

Damit die Großstadthunde auch mal unangeleint richtig laufen können, gibt es in dem Garten ein eingezäuntes großes Gelände, « allée pour chiens », auf dem sie herumtoben können (war nur grad kein Großstadthund da; es war überhaupt recht leer zu dieser Mittagsstunde):

Anschließend sind wir noch ein wenig durch die Straßen gelaufen. Für unsere zwei Dorfhunde war das sehr aufregend; so viel Krach und so viele Menschen sind sie ja nicht gewohnt.

Anschließend sind wir in ein großes Einkaufszentrum gefahren, um diverse Sachen zu besorgen – wenn wir schonmal in der großen Stadt sind, wird das auch ausgenutzt.

Auf dem Rückweg am Nachmittag haben wir an einem See Halt gemacht und nochmal einen Hundespaziergang eingelegt, einmal ganz um den See herum. Anfangs war es noch recht bewölkt:

Hinterher kam immer mehr die Sonne raus und es wurde so heiß, dass wir eigentlich auch ganz gerne gebadet hätten.

Ein schöner Tag war das, aber wir waren alle völlig platt abends.

Hier im Dorf gibt es übrigens zur Zeit mal wieder ziemliche Probleme mit den Internet-/Telefonverbindungen. Wir sind auch betroffen, wir waren an manchen Tagen gar nicht zu erreichen. Zur Zeit funktioniert es grad mal, und angeblich soll bis zum 30. Juni alles repariert sein – schaun wir mal. Also wer hier anruft und sofort auf dem Anrufbeantworter landet, weiß dann: es ist noch nicht alles wieder repariert.

Heute vor einer Woche …

… waren Leo und Elly mal wieder auf Wandertour, nur die Fotos davon hatten es bislang aus Zeitmangel noch nicht hier in den Blog geschafft. Aber jetzt.

Die beiden sind ja, wie berichtet, im letzten Jahr ein Stück des Jakobswegs gelaufen; die Strecke führte damals am Lac d’Hourtin entlang und endete in Maubuisson/Bombannes. Dieses Mal war es wieder ein Stück Jakobsweg: in Bombannes war der Startpunkt, und das geplante (und auch tatsächliche) Ziel war Lacanau-Océan.

Zuerst ging die Strecke für die beiden am Lac d’Hourtin entlang:

Gaston und ich sind nicht gewandert, nur am Ufer entlangspaziert, und sind dann wieder nach Hause gefahren.

Der Jakobsweg verlief für Leo und Elly dann zum Teil recht “unwegig” auf und ab:

… und zum Teil auf den asphaltierten Radwegen:

Dann führte der Weg am “Étang de Cousseau” entlang, einem Naturschutzgebiet:

… wo man bzw. Hund sich kurz abkühlen konnte:

Eine sehr ruhige, friedliche Gegend. Die beiden haben dort eine Pause eingelegt, die Elly während einer kurzen Unaufmerksamkeit von Leo genutzt hat, um sein Brot aufzuessen, das auf der Bank lag.

In Lacanau-Océan haben Gaston und ich die beiden Pilger dann nachmittags wieder abgeholt. Natürlich nicht ohne einen Blick aufs Meer zu werfen:

… und auf die Strandpromenade:

Wenn keine Urlaubssaison ist, ist es ja noch einigermaßen erträglich dort, aber im Sommer ist da der Bär los!

Und wie man sieht, war am Meer wunderschöner blauer Himmel. Auf dem Weg dorthin waren allerdings zum Teil dicke schwarze Wolken über uns, und ich bin auf der Fahrt in einen heftigen Platzregen gekommen. Leo und Elly sind auf ihrer Strecke nicht nass geworden.

Die Wanderstrecke der beiden war übrigens ca. 16 KM lang, inklusive der Pause haben sie knapp 5 Stunden dafür gebraucht.

12 von 12 im Juni 2020

12 Bilder vom 12 Tag des Monats im Blog zeigen, darum geht es bei der Aktion 12 von 12 bei Caro. Am heutigen zwölften habe ich es tatsächlich geschafft, 12 Fotos zu produzieren und mache deshalb mal wieder mit.

Oben auf dem ersten Foto sind wie üblich die Hühner, die morgens ja immer als erstes aus ihrem Stall gelassen werden. Und die sich dann auf das Futter vom Vortag stürzen, als ob sie wochenlang nichts bekommen hätten.

Links und rechts neben der Haustür steht seit letztem Juli der Sternjasmin, der Unmengen an Blüten hat, die wunderschön duften. Im Vergleich zu dem Foto vom letzten Jahr sieht man, wie schnell er gewachsen ist.

Auch die Erdbeeren, die ich letztes Jahr in Kästen gepflanzt habe, tragen wieder Früchte – ein paar wenige zumindest:

Die Kürbisse sprießen:

Und die Rizinuspflanze ist doppelt so hoch wie im letzten Monat:

Am späteren Vormittag habe ich mit den Hunden einen Spaziergang durch die Weinfelder gemacht. Das Wetter ist nicht so toll, es regnet immer mal wieder und es ist recht kühl.

Zwischen den Weinfeldern sind zur Zeit überall große lila Flecken, dort wachsen wilde Malven:

Anschließend bin ich nach Saint-Médard-en-Jalles gefahren, das ist ein Vorort von Bordeaux. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so weit weg von zuhause war (50 KM immerhin) und so viele Leute gesehen habe. Mit Sicherheitsabstand natürlich. Mein Ziel war mein Lieblings-Stoffladen, da ich diverse Stoffe haben wollte, aber ich war leider nicht sehr erfolgreich.

Auf der Rückfahrt dann der obligatorische Stau in Le Taillan. Auch ewig lange nicht mehr gehabt.

Dann noch einkaufen in Castelnau.

Als ich wieder zuhause war, habe ich mir ein Stück von Leos absolut leckerem Blaubeerkuchen gegönnt, während Leo die abendliche Hunderunde absolviert hat. Mit den Hunden natürlich.

Unser “Feierabend”-Bier draußen hat Brüno genutzt, um sich ein paar Streicheleinheiten abzuholen. Aber es ist nicht wirklich einladend draußen, es sieht aus, als wird es gleich schon wieder regnen.

Und das war’s für heute.