Wie ich vor ein paar Tagen geschrieben habe, ist der Flur meiner Schwiegermutter fertig tapeziert. Hier ist nochmal ein Foto kurz vor der Fertigstellung, da hing das ganze Kabelgedöns noch wild herum. Auf dem letzten Foto heute ist davon nichts mehr zu sehen, Leo hat es geschafft, alles ordentlich in den Kabelkanälen unterzubringen.
Dieses Foto ist von unserem Flur aus gemacht, man sieht die Tür zum Badezimmer.
Hier ist alles fertig, tapeziert und gestrichen und mit Abschlussleisten versehen. Natürlich ist die Decke in Wirklichkeit nicht so windschief, auch die Bodenfliesen liegen nicht in Wellenlinien, das sieht nur so aus, weil es ein Panoramafoto ist, das ich aus zwei Fotos zusammengestückelt habe.
Dieses Foto ist von der Badezimmertür aus gemacht, man sieht in unseren Flur.
Als letztes sollte dann ein Schrank dort aufgebaut werden, und zwar ein alter, großer Kleiderschrank aus den fünfziger Jahren. Da auch der Schrank schon diverse Umzüge hinter sich hat, waren fast alle Befestigungsstellen, die die Seitenteile mit dem Ober- und Unterteil verbinden, ausgebrochen und hielten nicht mehr richtig. Aber nach der Befestigung der Rückwand (mit Schrauben, nicht mit Nägeln!) und dem Anschrauben diverser Winkel steht der Schrank nun felsenfest. Hier auf dem Foto haben wir grad angefangen, die Türen anzubringen, und Leo sieht schon so aus, als ob er ahnt, was uns blüht. Wir haben nämlich Stunden gebraucht, um die Türen zu montieren. Die Befestigungsschrauben steckten noch in den Scharnierhaltern an den Schrankwänden, und wir haben sie herausgeschraubt, dann hat einer von uns die Türen so gehalten, dass die Scharniere in die Halter greifen, und der bzw. die andere hat sie festgeschraubt. Wie man das halt so macht. Und wie das normalerweise auch funktioniert. Nur passten dummerweise einige Schrauben nicht, sie griffen nicht in das Gewinde der Scharnierhalter. Wir haben Ewigkeiten rumprobiert und waren ziemlich entnervt. Irgendwann ist mir dann aufgefallen, dass es zwei verschiedene Sorten von Schrauben waren, die sich aber nur minimalst unterschieden. Daraufhin haben wir dann sämtliche Schrauben aller Scharniere wieder rausgeschraubt und an den Stellen getestet, wo keine Schraube passte, und zum Schluss gab es dann nur noch für zwei Scharniere keine passenden Schrauben. Zu dem Zeitpunkt waren wir dann nicht mehr nur entnervt, sondern kochten fast vor Wut. Und da sich offensichtlich keine passende Schraube mehr finden würde, hat Leo kurzerhand die zwei Scharniere samt Haltern entfernt und gegen neue IKEA-Scharniere ersetzt (gut, dass wir so gut sortiert sind und sowas in der Garage rumliegen haben).
Nun hat meine Schwiegermutter ihren Schrank, an dem sich sogar die Türen öffnen und schließen lassen, ohne herauszufallen.
Ach so. Der Vollständigkeit halber sollte ich wohl noch erwähnen, dass wir, nachdem wir spät abends mit dem Sch***schrank fertig waren und dabei waren, unseren ganzen Krempel wegzuräumen, auf dem Tisch im Flur, auf dem momentan jede Menge Werkzeug und Kram liegt, ein kleines Tütchen gefunden haben, auf dem in ordentlicher Schrift stand «Schrauben für Kleiderschrank»